Vierzig & Acht Solitär kostenlos online spielen
Vierzig & Acht Solitär, im Englischen Forty and Eight, gehört zur großen Familie von Forty Thieves und wird wie diese mit zwei Kartenspielen gelegt. Zwei Dinge macht es anders: Die vierzig offenen Startkarten liegen in acht Spalten zu je fünf statt in zehn zu je vier, und der Nachziehstapel darf einmal umgedreht werden. Beides kommt dem Spieler entgegen. Geduld verlangen die Partien trotzdem, denn bewegt wird immer nur eine einzige Karte.
Wer das Spiel erfunden hat und seit wann es gespielt wird, ist nicht dokumentiert. Auch für den Namen gibt es keine verbürgte Erklärung, am naheliegendsten ist, dass er schlicht die Auslage beschreibt, also vierzig Karten auf dem Tisch und acht Zielstapel. Im Englischen kennt man „Forty and Eight“ sonst von französischen Güterwagen, die mit „Hommes 40, Chevaux 8“ beschriftet waren, also für 40 Männer oder 8 Pferde, und in beiden Weltkriegen Soldaten transportierten. Ob die Patience daran erinnern soll, ist nicht überliefert. Uneinig sind sich die Regelsammlungen übrigens beim Stapel: Manche erlauben gar keinen zweiten Durchgang, hier gibt es genau einen.
Vierzig & Acht Solitär richtig anpacken: acht Spalten, eine Karte pro Zug, zwei Durchgänge
Aus 104 Karten werden vierzig offen auf acht Spalten verteilt, fünf pro Spalte. Die restlichen 64 warten verdeckt in der linken oberen Ecke, gleich neben dem Platz für den Ablagestapel. Darüber reihen sich acht Zielstapel, je zwei pro Farbe, und die Partie ist gewonnen, wenn jeder davon vom Ass bis hinauf zu seinem König vollständig ist.
- Anlegen: Auf eine Karte darf nur die nächstniedrigere derselben Farbe, die Karo-Sieben also auf eine Karo-Acht. Da jede Karte doppelt vorkommt, gibt es dafür oft zwei Adressen.
- Einzelzüge: Greifen darfst du ausschließlich die Karte am unteren Ende einer Spalte, und die zieht allein um. Auch eine perfekt geordnete Folge setzt du Karte für Karte um.
- Leere Spalten: Jede beliebige Karte darf in eine freie Spalte.
- Nachziehstapel: Pro Klick wandert eine Karte auf den Ablagestapel, dessen oberste Karte spielbar ist. Ist der Stapel leer, drehst du den Ablagestapel mit einem weiteren Klick einmal um und gehst die Karten in derselben Reihenfolge noch einmal durch. Danach ist Schluss, und ein Zähler in der oberen Leiste zeigt, ob du die zweite Runde schon genutzt hast.
- Zielstapel: Karten kommen einzeln dorthin, vom Ende einer Spalte oder vom Ablagestapel.
- Bedienung: Tippst du die vorderste Karte einer Spalte an, landet sie wenn möglich auf ihrem Zielstapel. Sonst sucht das Spiel die passende Karte im Tableau, bevorzugt in der Spalte mit der längeren Folge ihrer Farbe, und nimmt eine leere Spalte nur als letzte Möglichkeit. Karten weiter unten bewegen sich weder per Tipp noch per Ziehen. Sind alle Stapelkarten gezogen und steht fest, dass der Rest aufgeht, legt das Spiel die übrigen Karten eigenständig ab.
Alle drei Stufen spielen nach denselben Regeln, und die zweite Runde durch die Nachziehkarten steht dir überall zu. Einfach verteilt die Karten gutmütiger, Schwer legt dir mehr Steine in den Weg.
Womit du hier am meisten erreichst:
- Nur bauen, was bald wieder abgeht: Jede Karte, die du auf eine Spalte legst, muss später einzeln wieder herunter. Baue deshalb bevorzugt in Farben, die auf den Zielstapeln schon weit sind, damit die Karten bald direkt dorthin abwandern.
- Freie Spalten als Umschlagplatz: Eine Folge lässt sich nur über Zwischenplätze verlegen, und die gibt es allein in leeren Spalten. Mit zwei freien Spalten wandert schon eine Folge aus drei Karten Stück für Stück an ihr neues Ziel.
- Den zweiten Durchgang vorbereiten: Beim Umdrehen kommen die Karten in genau der Reihenfolge zurück, in der du sie gezogen hast. Wer sich im ersten Durchgang merkt, wann eine wichtige Karte auftaucht, kann im zweiten gezielt darauf hinarbeiten.
- Tief liegende Asse ausgraben: In Spalten mit fünf Karten kann ein Ass unter vier anderen stecken. Solche Spalten früh abzutragen, bringt meist mehr als jeder Bau an anderer Stelle.
Vierzig Diebe und ihre Verwandtschaft: fünf weitere Patiencen
Drei der folgenden Spiele stammen aus derselben Familie, zwei teilen einzelne Zutaten wie die acht Spalten oder den mehrfachen Durchgang:
- Forty Thieves Solitär: Das Grundspiel mit zehn Spalten zu je vier Karten und ohne zweite Runde durch den Stapel. Einzelzüge und Farbregel sind dieselben, was es zur deutlich strengeren Schwester macht.
- Josephine Solitär: Ebenfalls ein Ableger von Forty Thieves, aber mit einer großzügigen Ausnahme: Geordnete Folgen einer Farbe ziehen dort als Ganzes um. Ausgeteilt wird wie im Grundspiel, und der Stapel läuft nur einmal durch.
- Westcliff Solitär: Gilt als Ableger desselben Grundspiels, begnügt sich aber mit 52 Karten. Auf zehn kurzen Spalten liegen je zwei verdeckte Karten unter einer offenen, angelegt wird in wechselnden Farben, und auch dort gibt es nur einen Durchgang.
- Eight Off: Acht Spalten, Bauen in derselben Farbe und alle Karten offen, allerdings mit nur einem Kartenspiel und ohne Stapel. Als Ausgleich gibt es acht Ablagezellen für einzelne Karten, von denen die Hälfte schon zu Beginn besetzt ist, und eine leere Spalte nimmt auf Normal und Schwer nur einen König.
- Harfen Solitär: Auch hier zwei Kartenspiele, acht Zielstapel und mehr als ein Durchgang durch den Stapel, auf Normal und Schwer sogar drei. Aufgebaut ist das Spiel aber wie Klondike, mit neun Spalten, in denen anfangs viele Karten verdeckt liegen, und Anlegen in wechselnden Farben.
























































