Gin Rummy kostenlos online spielen
Gin Rummy, auf Deutsch auch Gin Rommé, ist das Rommé für zwei. Als Erfinder gilt Elwood T. Baker, ein Whist-Lehrer aus Brooklyn: Schon 1915 berichtete eine Zeitung in Kansas von einem neuen Kartenspiel namens Gin, das auf ihn zurückgehe. Das oft genannte Jahr 1909 stammt dagegen erst aus Quellen der 1950er-Jahre. Den Namen soll Bakers Sohn als Wortspiel zwischen Rum und Gin vorgeschlagen haben. Anfang der 1940er-Jahre wurde das Gin-Kartenspiel in Hollywood zur Mode und verbreitete sich von dort in den ganzen USA, und Billy Wilders Film „Das Appartement“ von 1960 endet mit einer unvollendeten Partie. Hier spielst du Gin Rummy kostenlos und ohne Anmeldung gegen einen Computergegner.
Klopfen oder auf Gin warten: Regeln und Tipps für Gin Rummy
Hier sitzt du einem einzigen Computergegner gegenüber, gespielt wird mit einem gewöhnlichen Blatt aus 52 Karten. Jeder bekommt zehn, die nächste Karte liegt offen als Beginn des Ablagestapels, und der Rest bildet den Stapel. Ziel ist es, die Hand in Kombinationen zu ordnen: Sätze aus drei oder vier Karten gleichen Werts oder Reihen aus mindestens drei aufeinanderfolgenden Karten einer Farbe. Das Ass ist dabei immer die niedrigste Karte, Dame, König und Ass bilden also keine Reihe. Was in keine Kombination passt, zählt als Restaugen: das Ass 1, Zwei bis Zehn nach ihrer Zahl, Bube, Dame und König je 10.
- Die aufgedeckte Karte: Zuerst darf der Nichtgeber sie nehmen oder passen, danach der Geber. Passen beide, zieht der Nichtgeber vom Stapel, und das Spiel läuft normal weiter.
- Ein Zug: Du holst dir entweder die verdeckte Karte vom Stapel oder die offene vom Ablagestapel und gibst danach eine Karte offen ab. Eine gerade vom Ablagestapel geholte Karte darfst du nicht im selben Zug zurücklegen.
- Klopfen: Bleiben dir nach dem Abwerfen höchstens 10 Restaugen, darfst du klopfen. Deine Abwurfkarte geht dann verdeckt auf den Stapel, und beide Hände werden offen ausgelegt. Hast du überhaupt keine Restaugen, ist es Gin.
- Anlegen: Nach einem Klopfen darf der Gegner passende Karten an die Kombinationen des Klopfenden anlegen und so seine Restaugen drücken. Nach Gin ist das nicht erlaubt.
- Wertung einer Runde: Hat der Klopfende weniger Restaugen, schreibt er die Differenz gut. Kommt der Gegner auf gleich viele oder weniger, hat er unterboten und bekommt die Differenz plus 10. Gin bringt die Restaugen des Gegners plus 20 und lässt sich nicht unterbieten.
- Ende der Partie: Wer eine Runde gewinnt, gibt die nächste. Liegen nur noch zwei Karten im Stapel und hat niemand geklopft, zählt die Runde nicht, und derselbe Geber gibt neu. Wer zuerst 100 Punkte hat, gewinnt die Partie und erhält zusätzlich 100 Punkte Partiebonus. Für jede gewonnene Runde gibt es 20 Punkte, und blieb der Gegner ganz ohne Punkte, kommen noch einmal 100 dazu.
Gezählt wird nach der klassischen Wertung, ohne Big Gin und ohne Verdoppeln. Deine Hand ordnet sich von selbst nach Kombinationen, und dein Namensschild zeigt die Restaugen. Sobald Klopfen erlaubt ist, erscheint ein Knopf „Klopfen“ oder „Gin“, danach klickst du die Karte an, die verdeckt abgeworfen wird. Die Abrechnung legt das Spiel selbst auf den Tisch, mit der besten Aufteilung für beide Seiten und jeder Karte, die angelegt werden kann. Auf Einfach achtet der Computer kaum auf halbe Kombinationen und wartet lange mit dem Klopfen, auf Schwer wirft er nie gedankenlos ab.
Ein paar Ratschläge für das Duell:
- Hohe Karten früh loswerden: Ein einzelner König oder eine Dame ohne Partner kostet 10 Restaugen. Solche Karten gehören früh auf den Ablagestapel, solange sie dem Gegner noch wenig nützen.
- Doppelt verwendbare Karten behalten: Eine Sieben neben einer zweiten Sieben und der Acht ihrer Farbe kann einen Satz oder eine Reihe vervollständigen. Solche Karten verdoppeln deine Chancen.
- Den Ablagestapel lesen: Was dein Gegner von dort aufnimmt, verrät, was er sammelt. Wirf ihm keine Karte zu, die genau dazu passt.
- Rechtzeitig klopfen: Mit wenigen Restaugen ist ein frühes Klopfen oft besser als das Warten auf Gin. Liegst du knapp bei 10 und ist die Runde schon weit fortgeschritten, droht dagegen das Unterbieten, weil der Gegner seine Hand längst geordnet hat.
- An das Anlegen denken: Nach dem Klopfen kann der Gegner Karten an deine Reihen hängen. Mit Gin nimmst du ihm diese Möglichkeit.
Ein Duell reicht nicht? Fünf weitere Spiele zum Sammeln, Ablegen und Ausspielen
Für alle, die nach der Endabrechnung noch eine Runde mischen möchten:
- Rommé: Hier sitzen vier Spieler am Tisch, gemischt werden zwei Blätter samt Jokern. Statt zu klopfen, legst du Kombinationen offen aus und gewinnst, sobald deine Hand leer ist.
- Canasta: Ein Verwandter aus derselben Familie, gespielt im Team. Ausgelegt werden nur Karten gleichen Werts, und sieben davon bilden eine Canasta.
- Blackjack: Ebenfalls ein Duell, diesmal gegen die Bank. Du ziehst Karten, bis du nah an 21 bist, ohne die Grenze zu überschreiten.
- Schwarzer Peter: Paare bilden zu dritt. Du ziehst verdeckt von deinem Nachbarn, legst Paare ab und hoffst, am Ende nicht mit der übrigen Karte dazusitzen.
- Arschloch: Auch hier zählt, wer seine Karten am schnellsten loswird. Die Ränge werden nach jeder Runde neu vergeben, und wer zuletzt fertig wird, muss beim nächsten Geben seine stärksten Karten abtreten.
























































