Einfacher Simon kostenlos online spielen
Einfacher Simon, im Original Simple Simon, ist eine Patience, bei der nichts verborgen bleibt: Alle 52 Karten liegen vom ersten Moment an offen auf dem Tisch, und einen Nachziehstapel gibt es nicht. Wer gewinnt, verdankt das keiner glücklich aufgedeckten Karte, sondern einem guten Plan. Damit ist das Spiel eher Denksport mit Karten als Glückssache.
Der Name spielt vermutlich auf den Simple Simon aus einem alten englischen Kinderreim an, einen etwas einfältigen Burschen, der auf dem Weg zum Jahrmarkt einem Pastetenverkäufer begegnet. Einfach ist an der Patience allerdings nur der Einstieg, denn die Regeln passen in wenige Sätze, das Aufräumen verlangt dagegen Übersicht. Mit Spider teilt sie das Ziel, jede Farbe als geschlossene Folge vom König abwärts aufzureihen, die sich danach selbst vom Tisch verabschiedet. Sie kommt aber mit einem einzigen Kartenspiel und ganz ohne verdeckte Karten aus, weshalb Kartenspielsammlungen sie meist in der Spider-Familie führen.
Einfacher Simon: Regeln, Gruppenzüge und kluge Kniffe
Die 52 Karten liegen in zehn Spalten. Die drei linken bekommen je acht Karten, danach wird es von Spalte zu Spalte eine weniger, bis ganz rechts eine einzelne Karte übrig ist. Ziel ist es, jede der vier Farben lückenlos vom König hinunter bis zum Ass zu ordnen. Sobald eine solche Reihe in einer Spalte beisammenliegt, wandert sie von selbst auf einen der vier Ablageplätze oben rechts, und sind alle vier dort angekommen, ist die Partie gewonnen.
- Anlegen: Auf jede Karte darf die nächstniedrigere, ganz gleich welcher Farbe. Eine Sechs passt also auf jede Sieben.
- Gruppen bewegen: Mehrere Karten auf einmal verschiebst du nur, wenn sie eine lückenlose Reihe derselben Farbe bilden, etwa Pik-Neun, Pik-Acht und Pik-Sieben. Gemischte Reihen darfst du bauen, musst sie aber Stück für Stück wieder auseinandernehmen.
- Leere Spalten: Jede Karte und jede gleichfarbige Gruppe darf hinein. Für einen König ist das ohnehin der einzige Platz, denn über ihm gibt es keinen Rang.
- Fertige Reihen: Eine Farbe vom König bis zum Ass geht automatisch ab. Von Hand legst du nie eine Karte auf die Ablage.
- Tippen oder ziehen: Ein Tipp auf eine Karte bewegt die ganze gleichfarbige Reihe, zu der sie gehört. Willst du eine Reihe teilen, zieh die gewünschte Karte mit der Maus oder dem Finger.
Die Regeln sind auf allen Stufen dieselben: Einfach teilt übersichtlichere Blätter aus, Schwer verlangt mehr Umwege. Rückgängig und der Hinweis-Knopf helfen, wenn du dich verrannt hast.
Diese Kniffe bringen dich weiter:
- Gleiche Farben zusammenführen: Ein Zug, der eine Karte auf die nächsthöhere ihrer eigenen Farbe setzt, ist fast immer Fortschritt, denn nur solche Reihen lassen sich später als Ganzes bewegen.
- Mischreihen sparsam bauen: Eine Karte auf eine fremde Farbe zu legen, schafft kurz Luft, bindet sie aber, bis du die Reihe wieder zerlegst.
- Leere Spalten wie einen Schatz behandeln: Mit einer freien Spalte zerlegst du Mischreihen, parkst Könige und setzt Farben neu zusammen. Fülle sie nur, wenn es dich sichtbar voranbringt.
- Rechts anfangen: Die rechten Spalten tragen nur wenige Karten. Wer sie früh abräumt, verschafft sich schnell die ersten Lücken.
- Erst schauen, dann ziehen: Weil alles offen liegt, lohnt vor dem ersten Zug ein Blick darauf, wo die Könige stecken und welche Farbe sich am leichtesten zusammensetzen lässt.
Wer gern mit offenen Karten plant: fünf weitere Knobeleien am Kartentisch
Diese fünf Spiele greifen jeweils ein Stück dieser Patience auf und setzen einen eigenen Akzent:
- Spider Solitär: Der große Bruder mit zwei Kartenspielen. Auch dort verlassen fertige Farbfolgen den Tisch, doch viele Karten liegen anfangs verdeckt, und ein Stapel verteilt immer wieder zehn neue Karten. Wie viele Farben mitspielen, stellst du selbst ein: eine, zwei oder vier.
- Spiderette: Spider im Kleinformat: ein Kartenspiel, sieben Spalten, aufgebaut wie bei Klondike. Wie bei Einfacher Simon wandern nur Gruppen einer Farbe gemeinsam, hier kommen aber verdeckte Karten und Nachschub vom Stapel dazu.
- Scorpion Solitär: Auch hier baut sich jede Farbe von ihrem König bis hinunter zum Ass auf, angelegt wird aber nur innerhalb derselben Farbe. Dafür darfst du jede offene Karte samt ihrem ganzen Überbau verschieben, selbst ungeordnet, während eine Lücke nur einen König aufnimmt.
- Freecell: Ebenfalls liegt jede Karte von Beginn an offen, sodass Glück beim Aufdecken keine Rolle spielt. Angelegt wird abwechselnd rot auf schwarz und schwarz auf rot, und vier freie Zellen dienen als Zwischenablage.
- Eight Off: Kommt genauso ohne verdeckte Karten aus, baut Reihen in derselben Farbe und bietet gleich acht freie Zellen, von denen zu Beginn vier belegt sind. Die Karten wandern hier allerdings einzeln auf Zielstapel, beginnend beim Ass.
























































