Mau-Mau kostenlos online spielen

Mau-Mau gehört zu den bekanntesten Kartenspielen im deutschsprachigen Raum und wird in vielen Familien schon Kindern beigebracht. Das Prinzip ist denkbar einfach: Wer zuerst alle Karten los ist, gewinnt. Abgelegt wird, was in Farbe oder Wert zur obersten Karte passt, und ein paar Sonderkarten sorgen dafür, dass keine Runde wie die andere verläuft. Hier spielst du gegen drei Computergegner und brauchst weder Mitspieler noch Kartenspiel.

So vertraut das Spiel ist, so wenig weiß man über seine Herkunft. Eine eindeutige erste Erwähnung ist nicht bekannt, und auch woher der Name stammt, ist ungeklärt. Nach mündlicher Überlieferung soll es die Regeln schon in den 1930er-Jahren gegeben haben, schriftlich greifbar wird Mau-Mau aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg: Erste Regelbeschreibungen erschienen Ende der 1950er-Jahre, und noch Anfang der 1960er galt es als ganz junges Spiel. Heute ist es in Deutschland, Österreich und Südtirol ebenso verbreitet wie in Brasilien. Verwandt ist es mit dem amerikanischen Crazy Eights, und auch das Kaufspiel Uno beruht auf demselben Grundgedanken.

Farbe, Wert und drei Sonderkarten: so läuft eine Partie Mau-Mau

Gespielt wird mit 32 Karten von der Sieben bis zum Ass in den vier Farben Kreuz, Pik, Herz und Karo. Jeder der vier Spieler erhält fünf Karten, eine weitere wird offen als Startkarte aufgedeckt, der Rest bildet den verdeckten Stapel. Du beginnst, danach geht es reihum weiter.

  • Ablegen: Du darfst eine Karte legen, wenn sie in der Farbe oder im Wert zur obersten Karte passt. Auf die Herz-Zehn passt also jedes Herz und jede Zehn, pro Zug immer genau eine Karte.
  • Die Sieben: Der nächste Spieler muss zwei Karten ziehen, es sei denn, er legt selbst eine Sieben. Dann muss der Übernächste vier ziehen, bei drei Siebenen sechs und so weiter. Wer die Strafe zieht, ist danach nicht mehr am Zug.
  • Die Acht: Der nächste Spieler setzt eine Runde aus.
  • Der Bube: Er passt auf jede Karte außer einen anderen Buben. Wer ihn legt, wünscht sich die Farbe, die als Nächstes bedient werden muss.
  • Ziehen: Kannst du nicht legen, ziehst du eine Karte vom Stapel. Passt sie, darfst du sie sofort spielen, sonst ist der Nächste dran. Solange du eine passende Karte auf der Hand hast, bleibt der Stapel geschlossen, auch eine Sieben musst du in diesem Fall legen.
  • Mau und Mau-Mau: Das „Mau“ bei der vorletzten Karte ruft das Spiel für dich, vergessen kannst du es also nicht. Wer seine letzte Karte legt, hat die Runde sofort gewonnen, auch mit einer Sonderkarte.

Die Startkarte ist nie eine Sieben, Acht oder ein Bube, damit niemand schon vor dem ersten Zug bestraft wird. Das Ass hat hier keine Sonderwirkung, anders als in manchen Tischrunden, in denen man danach noch einmal legen darf. Auf Einfach spielen die Gegner sorgloser und du startest meist mit einem günstigeren Blatt, auf Schwer halten sie Siebenen und Achten zurück, bis der Spieler nach ihnen kurz vor dem Sieg steht, und dein Startblatt fällt oft ungünstiger aus.

Tipps für mehr Siege:

  • Buben aufheben: Ein Bube passt fast immer und rettet dich vor dem Ziehen. Spiel ihn deshalb erst, wenn nichts anderes geht oder wenn du mit dem Farbwunsch das Spiel entscheiden kannst.
  • Die richtige Farbe wünschen: Wünsch dir die Farbe, von der du selbst die meisten Karten hältst. So kannst du in den nächsten Zügen weiter legen.
  • Siebenen als Schutzschild: Eine eigene Sieben ist die einzige Antwort auf eine gegnerische. Wer sie zu früh verbraucht, muss später womöglich eine ganze Kette Strafkarten ziehen.
  • Die Handkarten der Gegner zählen: Du siehst, wie viele Karten jeder noch hält. Hat der Spieler nach dir nur noch eine oder zwei, ist das der Moment für eine Acht oder eine Sieben, denn beide treffen genau ihn.
  • Vielfalt behalten: Wer Karten in allen vier Farben hat, findet leichter etwas Passendes. Leg bevorzugt Karten aus Farben ab, von denen du mehrere besitzt, und behalte Einzelgänger als Joker für einen Farbwechsel.

Noch eine Runde gefällig? Fünf Spiele für den Spieleabend am Bildschirm

Wer beim Ablegen und Taktieren Blut geleckt hat, findet hier weitere Klassiker gegen den Computer:

  • Uno: Der berühmteste Nachfahre desselben Grundgedankens. Karten passen in Farbe oder Zahl, dazu kommen eigene Aktionskarten wie Richtungswechsel oder Plus-Vier.
  • Hearts: Ein Stichspiel für vier, bei dem du möglichst wenige Herzkarten und auf keinen Fall die Pik-Dame einsammeln willst. In drei von vier Runden gibst du vorher drei Karten an einen Mitspieler weiter.
  • Spades: Das Teamspiel unter den Stichspielen. Du und dein Partner sagt vor jeder Runde an, wie viele Stiche ihr holt, und Pik sticht jede andere Farbe.
  • Backgammon: Eines der ältesten Brettspiele überhaupt, bei dem Würfelglück und kluge Zugwahl zusammenkommen. Du ziehst deine fünfzehn Steine gegen den Computer ins Ziel und schlägst dabei einzelne gegnerische Steine.
  • Kniffel: Fünf Würfel, drei Würfe pro Runde und ein Block voller Felder wie Full House oder große Straße. Wie bei Mau-Mau entscheidet eine Mischung aus Glück und klugem Timing.