Australisches Solitär kostenlos online spielen

Australisches Solitär, im Englischen meist Australian Patience genannt, setzt sich aus zwei bekannten Patiencen zusammen. Die Auslage und die Freiheit, ganze Kartenpakete zu verschieben, stammen von Yukon, Nachziehstapel und Zielstapel von Klondike. Eine eigene Zutat kommt hinzu: Gebaut wird nicht in wechselnden Farben, sondern ausschließlich innerhalb derselben Farbe. Im Tableau liegt jede Karte von Anfang an offen, Überraschungen hält nur der Stapel bereit.

Eine verbürgte Entstehungsgeschichte gibt es nicht, und ob die Patience tatsächlich vom anderen Ende der Welt stammt, verrät außer ihrem Namen nichts. Wissenswert ist dafür eine Eigenheit, die sich direkt aus den Regeln ergibt. Weil jede Karte im Spiel nur einmal vorkommt, hat jede Karte im Tableau höchstens einen Platz, an den sie passt, nämlich auf die nächsthöhere Karte ihrer Farbe. Wohin eine Karte gehört, ist deshalb sofort klar, sie auch dorthin zu bekommen, oft nicht, denn liegt dieser eine Platz unter anderen Karten begraben, hilft nur Umschichten. Obwohl man fast alles sieht, zählt die Patience darum zu den kniffligeren unter denen mit einem einzigen Kartenspiel.

Farbe auf Farbe, Paket auf Paket: Regeln und Kniffe für Australisches Solitär

Gespielt wird mit 52 Karten. Sieben Spalten zu je vier Karten liegen offen aus, die restlichen 24 bilden den Stapel oben links. Die erste davon deckt das Spiel gleich zu Beginn auf den Ablagestapel daneben auf. Rechts oben entstehen vier Zielstapel, und gewonnen ist die Partie, sobald alle vier Farben dort lückenlos aufgestapelt sind, jeweils mit dem König obenauf.

  • Anlegen: Abwärts um genau einen Rang und nur in der gleichen Farbe. Auf die Karo-Zehn gehört also einzig die Karo-Neun.
  • Pakete umsetzen: Jede Karte darfst du mitsamt ihrer ganzen Auflage verschieben, auch wenn die Karten darüber kreuz und quer durcheinanderliegen. Passen muss nur die unterste Karte des Pakets.
  • Leere Spalten: Dort hinein kommt nur ein König, gern auch mit allem, was auf ihm liegt.
  • Nachziehstapel: Pro Klick erscheint genau eine neue Karte auf dem Ablagestapel, und nur dessen oberste lässt sich spielen. Auf Normal und Schwer läuft der Stapel nur einmal durch, auf Einfach darfst du ihn ein zweites Mal durchgehen.
  • Zielstapel: Dorthin wandert immer nur die oberste Karte einer Spalte oder des Ablagestapels, Farbe für Farbe aufwärts.
  • Bedienung: Tippst du eine Karte an, landet sie nach Möglichkeit auf dem Zielstapel ihrer Farbe, andernfalls am einzigen Platz im Tableau, der für sie infrage kommt. Gibt es keinen, wackelt die Spalte kurz. Beim Ziehen mit Maus oder Finger reist alles mit, was auf der gegriffenen Karte liegt. Ist der Stapel leer und lässt sich der Rest ohne Hindernis ablegen, erledigt das Spiel die letzten Züge selbst.

Anders als bei vielen Patiencen auf dieser Seite ändert die Stufe hier tatsächlich eine Regel, denn nur Einfach gönnt dir den zweiten Durchgang durch den Stapel. Zusätzlich liegen die Karten auf Einfach am günstigsten und auf Schwer am ungünstigsten. Leere Spalten nehmen auf jeder Stufe ausschließlich Könige auf. Züge nimmst du beliebig oft zurück oder wiederholst sie, und der Hinweis-Knopf zeigt dir, wo es weitergeht.

Worauf es in dieser Patience ankommt:

  • Kleine Pakete bevorzugen: Wer eine Karte tief unten greift, schleppt alles darüber mit und begräbt es in der Zielspalte. Stehen mehrere Züge zur Wahl, ist meist der mit der kürzesten Last der bessere.
  • Knoten früh erkennen: Liegt eine höhere Karte irgendwo über einer niedrigeren derselben Farbe, etwa die Pik-Sieben über der Pik-Vier, kommt die untere erst frei, wenn die obere weg ist, und auf den Zielstapel darf die obere erst nach der unteren. Die obere muss also im Tableau umziehen, allein oder als Teil eines Pakets. Halte früh nach solchen Stellen Ausschau und nach dem Platz, der sie aufnehmen kann.
  • Lücken für den richtigen König aufheben: Eine freie Spalte bringt nur dann etwas, wenn ein König bereitliegt, dessen Umzug eine wichtige Karte freilegt. Überleg dir vorher, welcher das sein soll.
  • Plätze für den Stapel vorbereiten: Auch jede Karte aus dem Stapel hat im Tableau genau einen Platz, die nächsthöhere Karte ihrer Farbe. Liegt dieser Platz frei, wenn sie auftaucht, ist sie gerettet. Räume deshalb vor dem Weiterklicken möglichst viele Spaltenenden auf, die als Unterlage taugen.

Zwei Vorfahren, drei Seitenverwandte: wohin es nach dieser Patience weitergehen kann

Wer wissen will, woher die einzelnen Regeln stammen, oder eine davon einmal in anderer Umgebung erleben möchte, findet hier den passenden Tisch:

  • Solitär: Der Vorfahre, von dem Stapel und Ablage kommen. Dort liegen die meisten Tableaukarten verdeckt, gebaut wird in wechselnden Farben, und der Stapel darf beliebig oft neu beginnen, mit einer oder drei Karten pro Klick.
  • Yukon Solitär: Der zweite Vorfahre, dem diese Patience das Umsetzen ganzer Pakete verdankt. Einen Stapel gibt es dort nicht, alle Karten liegen gleich im Tableau, viele davon anfangs verdeckt, und beim Anlegen müssen sich die Farben dort abwechseln.
  • Scorpion Solitär: Der engste Verwandte im Regelwerk, mit Bauen in derselben Farbe, Paketen, die samt Ladung umziehen, und Lücken nur für Könige. Statt eines Stapels hält Scorpion lediglich drei Karten in Reserve, und in den vier linken Spalten liegen anfangs je drei Karten verdeckt.
  • Forty Thieves Solitär: Ebenfalls vier offene Karten pro Spalte, Bauen in derselben Farbe und ein Stapel ohne zweiten Durchgang, allerdings mit zwei Kartenspielen auf zehn Spalten. Umgesetzt wird dort immer nur eine einzelne Karte, dafür nimmt eine freie Spalte jede Karte auf.
  • Eight Off: Auch hier ist das ganze Tableau sichtbar und die Farbe entscheidet über jeden Bau. Statt eines Stapels gibt es acht freie Zellen, vier davon bereits beim Start besetzt, und längere Reihen wandern nur, wenn genug Zellen zum Zwischenparken frei sind.