Skat kostenlos online spielen
Skat ist ein Kartenspiel für drei, bei dem in jeder Runde einer allein gegen die beiden anderen antritt, und wer dieser Alleinspieler wird, entscheidet das Reizen. Entstanden ist es in den 1810er-Jahren im thüringischen Altenburg, wo eine Runde Bürger den Schafkopf mit dem Bieten aus L'Hombre und dem Weglegen zweier Karten aus dem Tarock verband. Daher stammt auch der Name: Das italienische „scartare“ heißt Karten ablegen und meint die beiden weggelegten Karten. Der Deutsche Skatverband schätzt, dass heute 20 bis 25 Millionen Menschen in Deutschland Skat spielen, und seit 2016 steht das Skatspielen im bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes. Hier kannst du Skat online kostenlos spielen, ohne Anmeldung und ohne Download, die beiden Mitspieler übernimmt der Computer.
Achtzehn, zwanzig, passe: Regeln, Reizwerte und Kniffe beim Skat
Im Spiel sind 32 Karten, in Kreuz, Pik, Herz und Karo jeweils die Werte Sieben bis Ass. Jeder Spieler erhält zehn, zwei liegen verdeckt in der Mitte, und genau diese beiden heißen Skat. Am Ende zählen die Augen in den Stichen: Das Ass bringt 11, die Zehn 10, der König 4, die Dame 3 und der Bube 2, Neun, Acht und Sieben bringen nichts. Zusammen sind das 120. Der Geber wechselt jede Runde, und so sitzt jeder reihum einmal in Vorhand, Mittelhand und Hinterhand. Die Buchstaben V, M und H an den Namen zeigen dir, wer gerade wo sitzt.
- Reizen: Mittelhand bietet der Vorhand Werte an, zuerst 18, dann 20, 22, 23, 24, 27, 30 und so weiter. Vorhand hält mit „Ja“ dagegen oder steigt mit „Passe“ aus. Wer dieses Duell übersteht, wird anschließend von der Hinterhand gereizt, und der Letzte, der übrig bleibt, tritt als Alleinspieler gegen die beiden anderen an. Bist du am Bieten, trägt dein Knopf immer den nächsten Wert als Zahl.
- Skat aufnehmen oder Hand spielen: Der Alleinspieler darf die beiden Karten aus der Mitte aufnehmen und legt danach zwei beliebige Karten zurück. Das nennt man drücken, und die gedrückten Augen gehören ihm. Spielt er Hand, bleibt der Skat liegen, dafür steigt der Spielwert um eine Stufe. Auch dann zählen die Augen darin am Schluss für ihn.
- Das Spiel ansagen: Zur Wahl stehen vier Farbspiele mit den Grundwerten Karo 9, Herz 10, Pik 11 und Kreuz 12, der Grand mit 24, in dem allein die vier Buben Trumpf sind, und das Nullspiel. Jeder Knopf nennt den Wert, den das Spiel mit deinen Karten hat, und ein Spiel, das dein Gebot nicht erreicht, ist eigens markiert.
- Trumpf und Bedienen: Die Buben sind die höchsten Trümpfe, in der Reihenfolge Kreuz, Pik, Herz, Karo. Im Farbspiel folgen Ass, Zehn, König, Dame, Neun, Acht und Sieben der Trumpffarbe, und ein Bube zählt dabei nie zu der Farbe, die auf ihm abgebildet ist. Vorhand spielt die erste Karte aus. Wer bedienen kann, muss: auf eine Farbe folgt dieselbe Farbe, auf Trumpf ein Trumpf. Erst wer das nicht kann, darf abwerfen oder stechen.
- Was ein Spiel wert ist: Grundwert mal Stufe. Die Stufe zählt die Spitzen, also die Trümpfe vom Kreuz-Buben an ohne Lücke, die du hältst („mit“) oder die dir fehlen („ohne“), dazu eins für das Spiel und je eins für Hand, Schneider und Schwarz. Die Karten im Skat zählen bei den Spitzen mit.
- Gewinnen: Der Alleinspieler braucht 61 Augen. Kommen die Gegner nicht über 30, sind sie Schneider, ohne einen einzigen Stich sind sie schwarz. Beides gilt auch umgekehrt und vergrößert dann den Verlust. Liegt der Spielwert am Ende unter dem Reizwert, ist das Spiel überreizt und verloren, selbst mit 61 Augen.
- Null: Hier gibt es keinen Trumpf, und die Rangfolge ändert sich: Unter dem Ass stehen König, Dame und Bube, erst danach kommt die Zehn vor den drei kleinen Karten. Der Alleinspieler darf keinen Stich bekommen. Null zählt 23, Null Hand 35. Mit seinem ersten Stich ist das Spiel verloren und sofort vorbei.
- Ramsch: Bietet weder Mittelhand noch Hinterhand, darf die Vorhand noch für 18 spielen. Lehnt auch sie ab, wird geramscht: Jeder kämpft für sich, Trumpf sind nur die Buben, und wer die meisten Augen einsammelt, bekommt sie abgezogen. Den Skat erhält, wer den letzten Stich macht. Bleibt jemand ganz ohne Stich, zählt der Verlust doppelt, und wer alle zehn Stiche holt, gewinnt mit diesem Durchmarsch 120 Punkte.
Ein gewonnenes Spiel schreibt dem Alleinspieler seinen Spielwert gut, ein verlorenes kostet ihn das Doppelte. Die Gegenspieler bekommen in dieser Runde nichts. Gerechnet wird nach dieser einfachen Liste, ohne die Zusatzpunkte, mit denen Vereine und Turniere zählen. Nach zwölf Spielen gewinnt, wer die meisten Punkte gesammelt hat. Null ouvert, angesagter Schneider oder Schwarz sowie Kontra und Re kommen in dieser Fassung nicht vor. Auf Einfach spielen die Computergegner viele Karten sorglos und wagen nie ein Handspiel, auf Schwer rechnen sie jede Karte genau durch.
Mit diesen Kniffen holst du dir öfter den Sieg:
- Erst rechnen, dann reizen: Zähl vor deinem ersten Gebot die Spitzen und rechne aus, was dein bestes Spiel wert ist. Hältst du Kreuz- und Pik-Buben, aber nicht den Herz-Buben, ist ein Kreuzspiel „mit zwei, Spiel drei“, also dreimal 12 gleich 36. Entscheidend ist die Reihenfolge, nicht die Zahl der Buben: Kreuz- und Herz-Bube ohne den Pik-Buben bleiben „mit einem“.
- Vorsicht beim Reizen „ohne“: Wer auf fehlende Spitzen reizt, hofft, dass der Kreuz-Bube nicht im Skat liegt. Findet er sich dort, wird aus „ohne zwei“ plötzlich „mit einem“, und das Spiel ist weniger wert als gedacht.
- Erst die Trümpfe einholen: Als Alleinspieler ziehst du den Gegnern zuerst die Trümpfe heraus, am besten mit den hohen Buben. Danach kann niemand mehr deine Asse und Zehnen abstechen.
- Klug drücken: Was im Skat liegt, gehört dir sicher. Eine Zehn ohne ihr Ass ist dort gut aufgehoben, im Spiel würde das Ass sie leicht schlagen. Auch eine kurze Farbe ganz wegzudrücken lohnt sich, denn danach stichst du sie mit Trumpf.
- Als Gegenspieler schmieren: Gehört ein Stich sicher deinem Mitspieler, gib ein Ass oder eine Zehn dazu. Mit diesem Schmieren erreicht ihr schneller die 60 Augen, die euch zum Sieg genügen.
- Null nur mit kleinen Karten: Sieben, Acht und Neun einer Farbe sind beim Nullspiel Gold wert, ein einzelnes Ass ohne kleine Begleiter dagegen kostet fast immer einen Stich.
- Im Ramsch Ballast loswerden: Wirf Asse und Zehnen früh in fremde Stiche, sobald du nicht bedienen kannst, und meide den letzten Stich, denn mit ihm wandern auch die Augen aus dem Skat zu dir.
Andere Tische, gleiche Leidenschaft: fünf Kartenspiele für Freunde von Trumpf und Stich
Wer nach zwölf Spielen noch Lust auf Karten hat, findet hier verwandte Spiele, ebenfalls gegen den Computer:
- Hearts: Ein Stichspiel ohne Trumpf, in dem du anders als der Alleinspieler möglichst wenig einsammeln willst. Jedes Herz in deinen Stichen ist ein Strafpunkt, die Pik-Dame bringt dreizehn auf einmal. Wer beim Skat gern Null spielt, fühlt sich hier schnell zu Hause.
- Spades: Auch hier wird vor dem Ausspielen geboten, allerdings keine Spielwerte, sondern die Zahl der Stiche, die du mit deinem Partner gegenüber holen willst. Pik sticht dabei jede andere Farbe.
- Mau-Mau: Das Blatt ist dasselbe wie hier, 32 Karten ab der Sieben. Statt um Stiche geht es darum, die Hand als Erster leer zu spielen, und Sieben, Acht und Bube haben besondere Wirkungen.
- Durak: Ein Trumpfspiel aus Russland mit 36 Karten. Die unterste Karte des Stapels legt die Trumpffarbe fest, und wer am Schluss noch Karten hält, trägt den Titel Dummkopf.
- Scopa: Wie beim Skat zählt am Rundenende, was in deiner Beute steckt. Punkte gibt es beim italienischen Klassiker für den größten Kartenstapel, für die Mehrheit an Karo, für die Karo-Sieben und für die beste Primiera, und du spielst ihn im Team gegen zwei Computergegner.
























































