Josephine Solitär kostenlos online spielen
Josephine Solitär ist eine Patience für zwei Kartenspiele und die umgänglichere Schwester von Forty Thieves. Die Auslage stimmt mit dem Vorbild überein, ebenso der Nachziehstapel ohne zweiten Durchgang und das Anlegen innerhalb derselben Farbe. Den Unterschied macht eine einzige Regel: Geordnete Folgen einer Farbe darfst du hier als Ganzes verschieben, statt sie mühsam Karte für Karte abzutragen. Aus einer berüchtigt harten Patience wird so eine deutlich zugänglichere, auch wenn längst nicht jede Partie aufgeht.
Der Name führt direkt an den französischen Kaiserhof. Das Grundspiel ist im Englischen als Napoleon at St Helena bekannt, in den USA vor allem als Forty Thieves oder Big Forty. Napoleon soll sich in seinem letzten Exil auf der Atlantikinsel St. Helena oft mit Patiencen die Zeit vertrieben haben, und schon eine Beschreibung aus dem Jahr 1870 nennt dieses Spiel einen seiner Favoriten. Die nachsichtigere Variante trägt den Namen seiner ersten Frau Joséphine de Beauharnais, die ab 1804 Kaiserin der Franzosen war. Erlebt hat sie die Jahre auf St. Helena nicht mehr, sie starb bereits 1814. In amerikanischen Patience-Sammlungen taucht Josephine spätestens 1939 auf, in Helen Leslie Coops' Buch „100 Games of Solitaire“.
Josephine Solitär Schritt für Schritt: zehn Spalten, acht Zielstapel, ganze Farbfolgen
Gespielt wird mit 104 Karten. Zehn Spalten erhalten je vier Karten, die alle offen liegen, die übrigen 64 warten verdeckt im Stapel oben links. Daneben liegen der Ablagestapel und acht Zielstapel, zwei für jede Farbe. Jeder davon beginnt mit einem Ass und endet mit einem König, und sind alle acht komplett, ist die Partie gewonnen.
- Anlegen: Eine Karte kommt nur auf die Karte derselben Farbe, die genau einen Rang höher ist. Weil jede Karte zweimal im Spiel ist, stehen oft zwei solche Plätze zur Wahl.
- Farbfolgen verschieben: Eine lückenlose, absteigende Folge in einer Farbe ziehst du mit einem einzigen Griff um, ganz gleich wie lang sie ist. Unterbricht eine fremde Karte die Folge, lässt sich nur der geordnete obere Teil bewegen.
- Leere Spalten: Hier findet jede Karte und jede Farbfolge Platz, ein König ist dafür nicht nötig.
- Nachziehstapel: Jeder Klick legt eine Karte offen auf den Ablagestapel, von dem nur die oberste spielbar ist. Ist der Stapel aufgebraucht, bleibt er leer, eine zweite Runde gibt es nicht.
- Zielstapel: Abgelegt wird Karte für Karte, jeweils das Ende einer Spalte oder die oberste Karte des Ablagestapels.
- Bedienung: Ein Tipp schickt eine einzelne Karte bevorzugt auf ihren Zielstapel. Sonst landet sie mit ihrer Folge auf der passenden Karte, bei zwei Möglichkeiten dort, wo schon die längere Folge ihrer Farbe liegt, und eine leere Spalte wählt das Spiel erst, wenn nichts anderes geht. Ziehen mit Maus oder Finger funktioniert genauso. Sobald der Nachschub erschöpft ist und alles Übrige reibungslos aufgeht, spielt das Spiel die Partie allein zu Ende.
Die Stufen Einfach, Normal und Schwer unterscheiden sich nur darin, wie günstig die Karten verteilt sind. An den Regeln ändert keine von ihnen etwas, auch leere Spalten nehmen auf jeder Stufe jede Karte auf.
So holst du mehr aus den zwei Kartenspielen heraus:
- Lücken nicht vorschnell füllen: Eine freie Spalte ist der einzige Ort, an dem eine Karte ohne passenden Partner unterkommt. Wer sie mit der erstbesten Karte belegt, hat sie für den wirklich wichtigen Moment verschenkt.
- Lange Folgen sind ein Gewinn: Bei Forty Thieves wird eine zugedeckte Folge schnell zur Mauer, hier ziehst du sie in einem Stück um. Baue Folgen deshalb ruhig lang, sie bleiben beweglich.
- Beide Exemplare im Blick behalten: Jede Karte gibt es zweimal. Steckt die eine Pik-Acht tief in einer Spalte, liegt die andere vielleicht schon frei, und genau dort passt die Pik-Sieben hin.
- Den Ablagestapel nicht zuschütten: Was dort liegt, kommt nur von oben nach unten wieder frei. Spiel seine oberste Karte, sobald sie irgendwo passt, bevor du den nächsten Klick auf den Stapel machst.
Vom Kaiser bis zur Spinne: fünf Patiencen, die gut dazu passen
Vier davon brauchen wie Josephine zwei Kartenspiele, und zwei erlauben ebenfalls, ganze Farbfolgen auf einmal zu bewegen:
- Forty Thieves Solitär: Das Original, das Napoleon gespielt haben soll. Auslage, Stapel und Farbregel sind dieselben, doch jede Karte zieht dort einzeln um. Wie viel diese eine Regel ausmacht, spürst du nach wenigen Zügen.
- Spider Solitär: Zwei Kartenspiele, zehn Spalten und Folgen, die nur gemeinsam wandern, wenn sie eine Farbe haben. Angelegt werden darf bei Spider aber auf jede Farbe, und statt Karte für Karte abzulegen, räumst du dort ganze Farbfolgen vom König abwärts ab.
- Freecell Double: Ebenfalls 104 Karten auf zehn Spalten, allerdings alle von Beginn an offen und ohne Stapel. Als Puffer stehen acht freie Zellen bereit, und angelegt wird in wechselnden Farben.
- Harfen Solitär: Klondike mit zwei Kartenspielen auf neun Spalten, darunter viele verdeckte Karten. Den Stapel darfst du dort mehrfach durchgehen, dafür bewegen sich mehrere Karten nur dann zusammen, wenn ein König an der Spitze steht und in eine freie Spalte zieht.
- Einfacher Simon: Ein einziges Kartenspiel, alles offen, und wie bei Josephine ziehen gleichfarbige Folgen geschlossen um. Einen Stapel gibt es nicht, und angelegt werden darf ohne Rücksicht auf die Farbe.
























































