La Belle Lucie kostenlos online spielen
La Belle Lucie, die schöne Lucie, gehört zu den Klassikern unter den Patiencen. Das Kartenspiel wird in achtzehn kleine Fächer ausgelegt, siebzehn aus je drei Karten und einer aus der einzelnen übrigen Karte. Alles liegt offen, und trotzdem ist die Patience alles andere als leicht, denn Karten ziehen nur einzeln um, und gebaut wird streng innerhalb derselben Farbe. Was sie besonders macht, sind die Neuanfänge: Mitten in der Partie darfst du alle noch ausliegenden Karten einsammeln, mischen und neu verteilen, im Original zweimal, auf den leichteren Stufen hier öfter.
Ihren Ursprung hat die Patience in Frankreich, auf Englisch beschrieb sie erstmals Lady Adelaide Cadogan in ihrem Patience-Buch aus den 1870er-Jahren. Wer die schöne Lucie war, verrät keine Quelle. Im Englischen kennt man das Spiel auch als Lovely Lucy, dazu kursieren eng verwandte Fassungen unter Namen wie Alexander the Great, Midnight Oil oder Clover Leaves, also Kleeblätter. Manche Regelbücher gönnen nach dem letzten Mischen noch einen Extrazug namens Merci, bei dem man eine vergrabene Karte herausziehen darf. Diese Zugabe gehört eigentlich zu einer eigenen Variante und fehlt hier bewusst.
Achtzehn Fächer und Neuanfänge: die Regeln von La Belle Lucie im Überblick
Sämtliche Karten sind sichtbar auf achtzehn Fächer verteilt, die hier als kurze Spalten in zwei Reihen zu je neun erscheinen. Rechts stehen die vier Zielstapel übereinander, darunter der Knopf zum Neumischen. Auf jedem Zielstapel entsteht eine komplette Farbe, angefangen beim Ass und endend beim König. Sind alle vier voll, ist die Partie gewonnen.
- Spielbare Karten: Greifen kannst du in jedem Fächer nur die vorderste, unbedeckte Karte, und es zieht stets eine einzelne um.
- Anlegen: Eine Karte darf nur auf die nächsthöhere Karte ihrer eigenen Farbe, die Pik-Sechs also allein auf die Pik-Sieben. Weil es jede Karte nur einmal gibt, hat jede Karte höchstens einen möglichen Platz im Tableau, ein König gar keinen.
- Leere Fächer: Ist ein Fächer abgeräumt, bleibt die Lücke für den Rest der Runde leer, nicht einmal ein König darf hinein.
- Neu mischen: Alles, was nicht auf einem Zielstapel liegt, wird eingesammelt, gemischt und wieder in Dreierfächer ausgeteilt, eine übrige Karte bildet einen eigenen Fächer. Das geht jederzeit, nicht erst, wenn nichts mehr geht, auf Schwer zweimal pro Partie wie im Original, auf Normal fünfmal und auf Einfach achtmal. Die Leiste oben zählt, wie oft du noch darfst.
- Zielstapel: Was dort liegt, bleibt auf Normal und Schwer endgültig. Allein die Stufe Einfach erlaubt es, die jeweils oberste Karte zurück ins Spiel zu nehmen.
- Bedienung: Beim Antippen wandert eine Karte nach Möglichkeit auf den Zielstapel, sonst an ihren einzigen passenden Platz im Tableau. Wo keiner ist, wackelt sie. Ziehen funktioniert genauso. Sobald sich absehen lässt, dass die restlichen Karten ohne Hindernis nach Hause finden, übernimmt das Spiel den Schluss.
Die Stufen unterscheiden sich also in zwei Regeln: wie oft du neu mischen darfst und ob Karten vom Zielstapel zurückkommen. Alle übrigen Regeln sind auf jeder Stufe gleich.
Strategien für die schöne Lucie:
- Vor dem Mischen alles abernten: Beim Neuverteilen zählt nur, was schon auf den Zielstapeln liegt. Wie ordentlich das Tableau davor aussieht, spielt keine Rolle. Nutze eine Runde deshalb für Züge, die Karten tatsächlich nach Hause bringen, und mische erst, wenn keiner mehr möglich ist.
- Könige als Bremsklötze erkennen: Ein König kann im Tableau nirgendwohin. Liegt er auf niedrigen Karten seiner Farbe, sind diese bis zum nächsten Mischen gefangen. Solche Fächer sind oft der Grund, einen Neuanfang zu nutzen.
- Keinen Fächer grundlos auflösen: Die letzte Karte eines Fächers auf einen anderen Fächer zu legen, bringt nichts. Die Lücke bleibt leer, und die Karte, auf der sie landet, ist verdeckt.
- Reihenfolge vor Tempo: Weil jede Karte nur einen Platz hat, gibt es selten eine Wahl, wohin, aber oft eine Wahl, welche zuerst. Befreie zuerst Karten, die bald auf ihren Zielstapel können, und schau, welche Karte ein Zug freilegt.
- Einmal angelegt, bleibt liegen: Liegt eine Karte auf ihrem direkten Nachfolger, kommt sie von dort nur noch auf den Zielstapel. Überlege also, ob du sie dort wirklich parken willst.
Fächer, Farben und frische Karten: fünf Tipps für die nächste Runde
Jedes dieser Spiele greift eine der Eigenheiten von La Belle Lucie auf und setzt sie anders um:
- Baker's Dozen: Ebenfalls ein offenes Blatt ohne Nachschub, einzelne Züge und Lücken, die leer bleiben. Dort verteilen sich die Karten auf dreizehn Viererspalten, angelegt wird ohne Rücksicht auf die Farbe, und neu gemischt wird nie.
- Gaps Solitär: Auch hier liegt alles offen, und zweimal darfst du den ungeordneten Rest neu mischen. Statt Zielstapel zu füllen, sortierst du die Karten über vier Lücken in vier Farbreihen.
- Vierzig & Acht Solitär: Bauen in derselben Farbe und Einzelzüge wie bei der schönen Lucie, allerdings mit zwei Kartenspielen und einem Nachziehstapel, der zweimal durchläuft. Eine freie Spalte nimmt dort jede Karte auf.
- Russisches Solitär: Auch dort passt eine Karte nur auf die nächsthöhere ihrer Farbe. Im Gegenzug dürfen dort ganze Kartenstapel samt ungeordneter Auflage umziehen, und unter den offenen Karten verstecken sich verdeckte.
- Freecell: Das wohl bekannteste Spiel mit komplett sichtbarem Blatt. Vier freie Zellen erlauben es, einzelne Karten kurz beiseitezulegen, und angelegt wird mit wechselnden Farben.
























































