Easthaven kostenlos online spielen

Easthaven ist eine Patience für ein einzelnes Kartenspiel, die zwei große Klassiker miteinander kreuzt. Gebaut wird wie bei Klondike, also absteigend mit abwechselnden Farben, und nur ein König öffnet eine leere Spalte wieder. Der Nachschub kommt dagegen wie bei Spider: Ein Klick auf den Stapel legt auf jede Spalte gleichzeitig eine neue, offene Karte. Aus dieser Mischung entsteht ein eigener Takt, in dem sich Aufräumen und Nachlegen ständig abwechseln.

Nachlesen lässt sich das Spiel unter anderem bei Albert Morehead und Geoffrey Mott-Smith, zwei amerikanischen Autoren, deren Sammlung von Patiencen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts bis heute als Nachschlagewerk gilt. Woher der Name stammt, verrät keine Quelle, er klingt nach einem kleinen Hafenort an einer Ostküste. Passend dazu hat Easthaven auf dieser Seite einen Namensvetter aus dem Westen, der ganz ähnlich beginnt. Und eine kleine Rechenaufgabe steckt auch darin: Die 31 Karten im Stapel gehen nicht glatt in sieben Spalten auf, deshalb bedient die letzte Runde nur noch die ersten drei.

Nachlegen im Gleichtakt: Regeln und Strategie für Easthaven

Beim Austeilen erhält jede der sieben Spalten drei Karten, die unteren beiden verdeckt und die oberste offen. Die übrigen 31 Karten bilden den verdeckten Stapel oben links, daneben warten rechts oben vier leere Zielstapel. Gewonnen hast du, wenn auf ihnen jede Farbe vollständig vom Ass bis zum König liegt.

  • Anlegen: Immer eine Stufe tiefer und in der jeweils anderen Farbe, die Herz-Acht passt also auf die Kreuz-Neun oder die Pik-Neun.
  • Mehrere Karten umsetzen: Eine Gruppe zieht nur dann geschlossen um, wenn sie selbst schon sauber geordnet ist, also absteigend und farblich im Wechsel.
  • Verdeckte Karten: Wird eine davon zur obersten Karte ihrer Spalte, wendet das Spiel sie automatisch.
  • Leere Spalten: Hinein darf nur ein König oder eine geordnete Reihe, die mit einem König beginnt.
  • Nachschub: Ein Klick auf den Stapel legt von links nach rechts auf jede Spalte eine offene Karte. Das klappt nur, solange keine Spalte leer ist, andernfalls markiert das Spiel die Lücken, statt auszuteilen. Viermal gibt es sieben Karten, beim fünften und letzten Mal nur noch drei. Einen zweiten Durchgang gibt es nicht, und wie viele Runden noch übrig sind, verrät die Anzeige in der oberen Leiste.
  • Zielstapel: Abgelegt wird von Hand. Ein Tipp auf eine Karte bringt sie auf ihren Zielstapel, wenn sie dort passt, sonst an die günstigste Stelle im Tableau, und natürlich kannst du Karten auch ziehen. Ist der Stapel aufgebraucht und keine Karte mehr verdeckt, räumt das Spiel den Rest allein ab.

Auf Einfach nimmt eine Lücke jede beliebige Karte auf, und der Stapel teilt auch dann aus, wenn eine Spalte leer steht; Normal und Schwer halten sich an die Regeln oben. Ansonsten gilt: Je niedriger die Stufe, desto freundlicher die Blätter. Rückgängig und Wiederholen kennen keine Grenze, und der Hinweis-Knopf leuchtet einen sinnvollen nächsten Zug an.

Mit diesen Überlegungen gewinnst du öfter:

  • Vor jedem Klick aufräumen: Jede neue Runde landet auf allen sieben Spalten, ohne Rücksicht auf Farbe und Rang. Was du vorher nicht abgelegt oder umgesetzt hast, ist danach verschüttet. Spiel deshalb erst alles Sinnvolle aus und greif dann zum Stapel.
  • Eine Spalte nur mit König im Rücken leeren: Solange eine Lücke offen ist, gibt der Stapel nichts her, und füllen kann sie nur ein König. Wer eine Spalte räumt, ohne dass ein König erreichbar ist, sperrt sich den Nachschub womöglich selbst.
  • Die verdeckten Karten früh befreien: Anfangs liegen nur vierzehn Karten verdeckt, doch jede Runde aus dem Stapel legt eine weitere Schicht darüber. Je früher du sie umdrehst, desto weniger musst du später abtragen.
  • Nicht alles sofort ablegen: Was auf dem Zielstapel liegt, kommt hier nicht mehr zurück. Asse und Zweien gehören sofort dorthin, eine mittlere Karte kann dagegen noch als Unterlage fehlen, wenn die nächste Runde eine passende niedrigere bringt.
  • An die letzte Runde denken: Sie trifft nur die ersten drei Spalten. Reihen, die du rechts davon aufbaust, bekommen danach keine Karte mehr obendrauf.

Aus demselben Stammbaum: fünf Patiencen für die Zeit danach

Easthaven hat zwei Eltern, einen Namensvetter und ein paar entfernte Verwandte, die dir hier ebenfalls begegnen:

  • Solitär: Von hier stammt das Bauen in abwechselnden Farben. Die Spalten wachsen dort von einer bis zu sieben Karten, und der Stapel wandert nicht in die Spalten, sondern Karte für Karte oder in Dreiergruppen auf einen Ablagestapel, den du so oft durchblättern darfst, wie du willst.
  • Spider Solitär: Der andere Elternteil, dem Easthaven den Stapel verdankt, der alle Spalten auf einmal beliefert, bei Spider allerdings zehn Stück pro Runde aus zwei Kartenspielen. Die Farbe spielt beim Anlegen dort keine Rolle, abgeräumt wird eine Farbe erst, wenn sie komplett vom König bis zum Ass beisammenliegt.
  • Westcliff Solitär: Der Namensvetter aus dem Westen startet ebenfalls mit Stapeln zu je drei Karten, von denen nur die obere offen liegt, verteilt sie aber auf zehn Spalten. Seinen Nachschub deckst du einzeln und nur ein einziges Mal auf, dafür darf in eine freie Spalte jede beliebige Karte.
  • Spiderette: Die Kreuzung aus der Gegenrichtung, nämlich Spider-Regeln auf einem Klondike-Tisch. Ihr Stapel arbeitet fast genau wie hier, mit sieben Karten pro Runde, einem Rest von drei für die ersten drei Spalten und einer Sperre, solange eine Spalte leer steht.
  • Scorpion Solitär: Hier liegen fast alle Karten schon beim Start im Tableau, nur drei halten sich zurück und landen per Klick auf den ersten drei Spalten, ganz wie die letzte Runde in Easthaven. Angelegt wird allerdings in derselben Farbe, und jede offene Karte nimmt beim Umziehen alles mit, was auf ihr liegt. Leere Spalten bleiben auch dort den Königen vorbehalten.