Canfield Solitär kostenlos online spielen

Canfield Solitär trägt den Namen von Richard A. Canfield, der um 1900 in Saratoga Springs im US-Bundesstaat New York ein bekanntes Spielkasino führte. Der Überlieferung nach machte er aus der Patience ein Glücksspiel: Gäste kauften ein Kartenspiel für 50 Dollar und bekamen für jede Karte, die am Ende auf einem Zielstapel lag, 5 Dollar zurück. Im Plus war also nur, wer mindestens elf Karten ablegte, und das schafften die wenigsten.

In Großbritannien heißt dieselbe Patience Demon, ein Name, der ihren Ruf gut trifft. Dreizehn Karten liegen zu Beginn in der Reserve, und nur die oberste davon ist sichtbar. Dazu kommt eine Eigenheit, die Canfield von fast allen anderen Patiencen unterscheidet: Die Zielstapel beginnen nicht mit dem Ass, sondern mit dem Rang einer Karte, die beim Austeilen aufgedeckt wird. Welcher Rang das ist, entscheidet jede Partie neu. In dieser Online-Fassung darfst du den Nachziehstapel beliebig oft durchspielen, so wie es die gängigen Regeln vorsehen.

Reserve, Grundkarte und Dreierzug: Regeln und Kniffe für Canfield

Gespielt wird mit einem Blatt aus 52 Karten. Beim Austeilen landen 13 Karten auf der Reserve links unten. Eine Karte kommt direkt auf einen der vier Zielstapel und wird zur Grundkarte: Ist sie zum Beispiel eine Sieben, beginnt jeder Zielstapel mit der Sieben seiner Farbe. Rechts neben der Reserve bekommt jede der vier Tableau-Spalten eine offene Karte, die übrigen 34 Karten bilden den Nachziehstapel oben links. Gewonnen hast du, sobald alle 52 Karten auf den Zielstapeln liegen.

  • Zielstapel: Jeder Stapel wird in seiner Farbe aufsteigend gebaut, und nach dem König geht es mit dem Ass weiter. Mit einer Sieben als Grundkarte lautet die Reihenfolge also Sieben bis König, dann Ass bis Sechs. Eine Karte darf vom Zielstapel auch wieder ins Tableau zurück.
  • Tableau: In den Spalten baust du absteigend und abwechselnd mit roten und schwarzen Karten. Auch hier geht es über die Ecke, ein König darf also auf ein Ass. Geordnete Reihen verschiebst du ganz oder in Teilen.
  • Reserve: Ihre oberste Karte ist jederzeit spielbar, auf einen Zielstapel, ins Tableau oder in eine leere Spalte. Danach deckt sich die nächste Karte von selbst auf. Nachgefüllt wird die Reserve nie.
  • Leere Spalten: Solange die Reserve Karten enthält, darf nur ihre oberste Karte in eine leere Spalte. Ist sie aufgebraucht, nimmt eine Lücke jede Karte auf.
  • Nachziehstapel: Ein Klick legt drei Karten offen daneben, spielbar ist jeweils die oberste. Ist der Stapel durch, drehst du ihn um und spielst ihn erneut, so oft du willst.

Einfach, Normal und Schwer folgen denselben Regeln, nur die Kartenverteilungen werden von Stufe zu Stufe widerspenstiger. Jeden Zug kannst du zurücknehmen, und der Hinweis-Knopf schlägt dir einen sinnvollen nächsten Zug vor.

Mit diesen Kniffen holst du mehr Partien nach Hause:

  • Die Reserve zuerst: Karten aus dem Nachziehstapel kommen bei jedem Durchgang wieder vorbei, die Reserve gibt ihre Karten dagegen nur einzeln frei. Jede Gelegenheit, ihre oberste Karte loszuwerden, ist deshalb Gold wert, denn an der Reserve entscheidet sich die Partie.
  • Lücken für die Reserve aufheben: Weil eine leere Spalte vorerst nur die oberste Reservekarte aufnimmt, lohnt es sich, eine Spalte genau dann zu räumen, wenn diese Karte sonst nirgends Platz findet.
  • Den Dreierzug durchschauen: Da immer drei Karten auf einmal umgedreht werden, liegt beim nächsten Durchgang nur jede dritte Karte oben. Nimmst du eine Karte vom offenen Stapel weg, verschiebt sich diese Einteilung, und plötzlich werden andere Karten erreichbar.
  • Nicht jede Karte sofort ablegen: Eine Karte auf dem Zielstapel fehlt im Tableau als Unterlage für die nächstniedrigere Karte der Gegenfarbe. Lege sie erst ab, wenn sie dort nicht mehr gebraucht wird, und hole sie zur Not zurück.
  • Die übrigen Karten vom Rang der Grundkarte freilegen: Sie eröffnen die restlichen drei Zielstapel. Solange eine davon in der Reserve oder unter anderen Karten steckt, bleibt ein ganzer Zielstapel geschlossen.

Fünf verwandte Patiencen für die nächste Partie

Einzelne Bausteine von Canfield tauchen auch in anderen Patiencen auf dieser Seite auf, jeweils mit eigenem Dreh:

  • Solitär: Der bekannteste Verwandte, auch Klondike genannt, baut ebenfalls abwechselnd rot und schwarz und bietet den Dreierzug als Option. Statt einer Reserve warten hier verdeckte Karten in sieben Spalten, und die Zielstapel beginnen immer beim Ass.
  • Freecell: Alle 52 Karten liegen von Anfang an offen, einen Nachziehstapel gibt es nicht. Vier freie Zellen dienen als Zwischenlager, und weil nichts verborgen ist, gilt klassisches Freecell als fast immer lösbar.
  • Yukon Solitär: Wer in Canfield gern ganze Reihen umschichtet, bekommt hier noch mehr Spielraum. Jede offene Karte darf mitsamt allem, was auf ihr liegt, in eine andere Spalte wandern, auch wenn die Karten darüber keine geordnete Reihe bilden.
  • Forty Thieves Solitär: Mindestens so gnadenlos wie Canfield, nur mit anderen Stellschrauben: zwei Kartenspiele, zehn Spalten, Aufbau nur innerhalb derselben Farbe und ein einziger Durchgang durch den Nachziehstapel. Bewegt wird immer nur eine Karte.
  • Crescent Solitär: Das Zählen über die Ecke kehrt hier wieder. Auf den Stufen Normal und Schwer gelten Ass und König in den 16 Stapeln als Nachbarn, die sich im Bogen um die Zielstapel legen.