Alaska Solitär kostenlos online spielen

Alaska Solitär gehört zur Familie von Yukon und ist die großzügigere Schwester des Russischen Solitärs. Wie dort wird ausschließlich innerhalb einer Farbe gebaut, und jede offene Karte darf mit allem umziehen, was auf ihr liegt. Der Unterschied steckt in einem Wort: Eine Karte darf hier nicht nur abwärts, sondern auch aufwärts angelegt werden. Damit stehen jeder Karte bis zu zwei Unterlagen offen, wo das russische Vorbild nur eine kennt, und viele Stellungen, die im Russischen Solitär festgefahren wären, lassen sich hier noch lösen.

Auch der Name passt ins Bild. Klondike, der Ursprung der ganzen Familie, ist eine Gegend im kanadischen Yukon, die Ende des 19. Jahrhunderts durch ihren Goldrausch berühmt wurde, und Alaska ist der unmittelbare Nachbar des Yukon. Wer die Patience so getauft hat, ist nicht überliefert. Eine hübsche Randnotiz liefert die Geschichte trotzdem: Alaska gehörte bis 1867 zum Russischen Reich, ehe die Vereinigten Staaten es kauften. Ob das bei der Namenswahl eine Rolle spielte, weiß niemand, zum russischen Vorbild der Patience passt es aber gut. Leicht ist sie dennoch nicht, gute Planung entscheidet fast jede Partie.

Alaska Solitär verstehen: zwei Richtungen, eine Farbe, kein Stapel

Alle Karten kommen sofort auf den Tisch, zum Nachziehen gibt es nichts. Links liegt eine Spalte mit einer einzelnen offenen Karte, daneben folgen sechs Spalten, in denen unter jeweils fünf offenen Karten eine, zwei und so weiter bis sechs verdeckte stecken. Die vier Zielstapel stehen am linken Rand übereinander und werden je Farbe vom Ass an aufwärts gefüllt. Liegen dort alle 52 Karten, ist die Partie gewonnen.

  • Anlegen in zwei Richtungen: Eine Karte passt auf die Karte ihrer Farbe, die eine Stufe höher oder eine Stufe tiefer liegt. Die Kreuz-Acht darf also auf die Kreuz-Neun und ebenso auf die Kreuz-Sieben. Über den König hinaus geht es nicht, ein Ass landet nie auf einem König und umgekehrt.
  • Umsetzen: Du darfst jede offene Karte verschieben, und alles, was darüber liegt, reist mit, selbst ein wildes Durcheinander. Maßgeblich ist nur die Karte, die du greifst.
  • Verdeckte Karten: Wird eine davon frei, kehrt sie sich von allein um.
  • Freie Spalten: Solange du auf Normal oder Schwer spielst, sind sie Königen vorbehalten, gern mit allem, was auf ihnen liegt. Auf Einfach darf jede Karte hinein.
  • Zielstapel: Abgelegt wird stets das Ende einer Spalte, eine Karte nach der anderen und in aufsteigender Folge.
  • Bedienung: Ein Tipp legt eine Karte ab, wenn ihr Zielstapel sie nimmt. Andernfalls wählt das Spiel zuerst den Platz auf der nächsthöheren Karte ihrer Farbe, dann eine leere Spalte und erst zuletzt die nächstniedrigere Karte. Willst du bewusst aufwärts bauen, obwohl ein anderer Platz frei wäre, ziehst du die Karte einfach dorthin. Sind alle Karten aufgedeckt und geht der Rest glatt auf, räumt das Spiel selbst ab.

Einfach lockert die Regel für leere Spalten und teilt dazu günstigere Karten aus. Normal und Schwer bleiben bei den strengen Regeln, wobei Schwer die ungünstigeren Verteilungen bringt. Zurücknehmen und Wiederholen geht beliebig oft, und der Hinweis-Knopf zeigt dir den nächsten sinnvollen Schritt.

Was sich in Alaska bewährt:

  • Abwärts ist die Richtung, die zählt: Liegt eine Karte auf der nächsthöheren ihrer Farbe, stimmt die Reihenfolge schon für den Zielstapel. Baust du dagegen aufwärts, begräbst du genau die Karte, die der Zielstapel als Nächstes braucht. Aufwärts lohnt sich deshalb nur, wenn der Zug eine verdeckte Karte freilegt oder eine Spalte leert.
  • Die Dame als Ausweg für den König: Anders als im Russischen Solitär muss ein König nicht auf eine leere Spalte warten. Er darf auch auf die Dame seiner Farbe, und das ist oft der schnellste Weg, verdeckte Karten unter ihm freizubekommen.
  • Karten vorübergehend parken: Eine Karte, die im Weg liegt, kannst du kurz auf ihren niedrigeren Nachbarn setzen und später auf den höheren umziehen lassen, sobald der frei wird. So entstehen Umwege, die das russische Vorbild nicht kennt.
  • Ketten statt Kosmetik: Oft liegt eine verdeckte Karte nur zwei oder drei Züge entfernt, weil erst eine Karte zu ihrem Nachbarn und dann eine zweite hinterher muss. Solche kurzen Ketten bringen mehr als jedes bloße Ordnen.

Verwandt über Farben, Richtungen und Landkarten: fünf weitere Tische

Manche dieser Spiele teilen die Auslage, andere das Anlegen in beide Richtungen, und eines hat der ganzen Familie ihren Namen gegeben:

  • Russisches Solitär: Das strengere Vorbild mit derselben Auslage. Dort darf eine Karte nur abwärts auf die nächsthöhere ihrer Farbe, und wer einen König bewegen will, braucht auf Normal und Schwer immer eine leere Spalte.
  • Yukon Solitär: Der Stammvater mit gleicher Kartenverteilung und demselben Umsetzen ganzer Pakete. Gebaut wird dort abwärts im Farbwechsel von Rot und Schwarz, die eigene Farbe spielt keine Rolle.
  • Solitär: Der Klassiker, nach dessen Goldrausch-Gegend die Familie benannt ist. Er bringt einen Nachziehstapel mit, verteilt anfangs deutlich mehr verdeckte Karten und lässt nur geordnete Reihen gemeinsam wandern.
  • Golf Solitär: Hier geht es ebenfalls eine Stufe hinauf oder hinunter, allerdings ohne Rücksicht auf die Farbe und immer auf einen einzigen Ablagestapel. Das Ziel ist, die sieben Spalten komplett abzutragen, und der Stapel liefert dafür nur begrenzt Nachschub.
  • Tri Peaks Solitär: Drei Gipfel aus offenen Karten, die du Stufe um Stufe auf den Ablagestapel räumst, egal in welcher Farbe. Auf der Stufe Einfach dürfen König und Ass sogar aufeinanderfolgen, was in Alaska nie erlaubt ist.