Alles in einer Reihe kostenlos online spielen

Bei Alles in einer Reihe wandert das komplette Kartenspiel auf einen einzigen Stapel, Karte für Karte und immer eine Stufe höher oder tiefer. Nachschub oder Überraschungen unter der Oberfläche gibt es nicht, denn alle 52 Karten sind vom Austeilen an zu sehen. Glück spielt deshalb nur beim Austeilen eine Rolle, danach entscheidet allein, in welcher Reihenfolge du die Karten abräumst. Die Patience gehört zur Familie von Golf, geht aber einen Schritt weiter: Zwischen König und Ass gibt es hier keine Grenze.

Im Englischen heißt das Spiel All in a Row, und seine Geschichte hat eine überraschende Wendung. Der Name stammt aus dem Buch „A Month of Solitaires“ von Henry Preble aus dem Jahr 1909, in dem er 31 selbst erdachte Patiencen vorstellte, und taucht 1931 noch einmal in einer amerikanischen Sammlung auf. Nach Recherchen von Patience-Forschern spielte man Prebles Original allerdings anders: Dort wurden jeweils Gruppen von mindestens zwei aufeinanderfolgenden Karten gemeinsam entfernt. Die heute verbreitete Fassung mit einer durchgehenden Kette einzelner Karten geht vermutlich auf eine Fehldeutung zurück, die sich an der Patience Black Hole orientierte. Der Spieleautor David Parlett schlug für diese Variante deshalb sogar einen eigenen Namen vor: Quasar.

Eine Kette ohne Ende: so spielst du Alles in einer Reihe

Die 52 Karten liegen offen in dreizehn Spalten zu je vier. Weil so viele Spalten nicht nebeneinander passen, stehen sieben davon oben und sechs unten, und in der Mitte der unteren Hälfte liegt der Platz für die Reihe, auf der alle Karten landen sollen. Gewonnen hast du, wenn keine Spalte mehr eine Karte enthält.

  • Spielbare Karten: In jeder Spalte ist nur die vorderste Karte frei, also die, die von keiner anderen überdeckt wird. Die Karten dahinter kommen erst an die Reihe, wenn diese weg ist.
  • Der erste Zug: Die Reihe beginnt leer, und du darfst sie mit jeder beliebigen freien Karte eröffnen.
  • Weiterbauen: Danach passt nur noch eine Karte, die an die oberste der Reihe direkt anschließt, also einen Rang darüber oder darunter. Die Farbe spielt keine Rolle.
  • Über die Ecke: König und Ass gelten als Nachbarn. Auf einen König darf also eine Dame oder ein Ass, auf ein Ass ein König oder eine Zwei.
  • Kein Zurück: Was auf der Reihe liegt, bleibt dort, und neue Karten kommen nicht hinzu. Passt keine freie Karte mehr, ist die Partie vorbei.
  • Bedienung: Ein Tipp auf eine freie Karte legt sie auf die Reihe, sofern sie passt, andernfalls schüttelt sie sich. Ziehen geht genauso. Der Zähler oben verrät, wie viele Karten noch auf dem Tisch warten.

Alle drei Stufen folgen denselben Regeln. Auf Einfach verzeiht die Verteilung manchen Umweg, auf Schwer lauern viel mehr Züge, die eine Partie unbemerkt unlösbar machen.

So bleibt deine Kette länger lebendig:

  • Den Einstieg bewusst wählen: Die erste Karte legt fest, in welche Richtung es gehen kann. Schau dir vorher an, welche Werte an den Enden der Spalten liegen, und beginne dort, wo sich eine lange Folge abzeichnet.
  • Jeder Wert braucht Nachbarn: Eine Acht kann nur auf eine Sieben oder eine Neun folgen. Sind alle Siebenen und Neunen bereits auf der Reihe, bleibt jede übrige Acht für immer liegen. Behalte deshalb im Blick, wie viele Exemplare eines Werts noch fehlen.
  • Richtung wechseln, bevor es eng wird: Du darfst jederzeit von aufwärts auf abwärts umschwenken. Gerade das macht lange Ketten möglich, etwa Fünf, Sechs, Fünf, Vier.
  • Tiefe Spalten nicht vergessen: Eine Spalte, in der wichtige Werte hinten liegen, musst du rechtzeitig abtragen. Wer nur die bequemsten Karten nimmt, steht am Ende vor Spalten, deren vorderste Karte nirgends mehr passt.
  • Mit Rückgängig Wege vergleichen: Da alles offen liegt, kannst du zwei Fortsetzungen ausprobieren und die bessere behalten. Oft entscheidet eine einzige Wahl zwischen zwei gleich passenden Karten über Sieg oder Niederlage.

Eine Stufe rauf, eine runter: fünf Spiele für Kettenbauer

Wer gern in Folgen denkt oder bei dem nur der Wert einer Karte zählt, findet hier weitere Herausforderungen:

  • Golf Solitär: Der direkte Verwandte. Auch dort wandert eine Karte nach der anderen auf einen Stapel, doch ein Vorrat verdeckter Karten hilft aus, wenn keine passt. Dafür endet die Leiter am König und am Ass, der Sprung zwischen beiden ist verboten.
  • Tri Peaks Solitär: Drei Kartenberge statt dreizehn Spalten, ebenfalls mit einem Vorrat als Reserve. Den Übergang vom König zum Ass erlaubt Tri Peaks nur auf der leichtesten Stufe, hier gilt er immer.
  • Akkordeon Solitär: Auch dort liegt das ganze Kartenspiel offen, allerdings als lange Schlange, die sich Zug um Zug zusammenschiebt, bis im Idealfall ein einziger Stapel übrig ist.
  • Calculation Solitär: Hier zählst du ebenfalls über den König hinweg zum Ass, gleich auf vier Zielstapeln mit Schrittweiten von eins bis vier. Die Karten kommen aber aus einem Stapel und warten auf Ablagen auf ihren Einsatz.
  • Herz zu Herz: Noch eine Patience, bei der die Farbe keine Rolle spielt. Aus einem Herz aus 25 Karten räumst du Paare gleichen Werts ab, und der Vorrat lässt sich beliebig oft durchgehen.