Binokel kostenlos online spielen
Binokel, auf Schwäbisch Benoggl, gilt neben Gaigel als „Nationalspiel“ der Schwaben. Das Binokel-Kartenspiel ist eng mit dem französischen Bésigue verwandt und gehört wie Sechsundsechzig zu den Spielen, in denen König und Dame einer Farbe als Paar zählen. Belegt ist es im 19. Jahrhundert zuerst in der Schweiz unter dem Namen Binocle, heute ist es vor allem in Württemberg zu Hause und wird dort meist mit württembergischen Karten gespielt. Der Name erinnert an das französische binocle für einen Zwicker, warum das Spiel so heißt, ist aber ungeklärt. Deutsche Auswanderer nahmen es nach Amerika mit, wo daraus Pinochle wurde. Hier trittst du im Binokel-Spiel online gegen zwei Computergegner an, umsonst und ohne Anmeldung.
Reizen ab 150, melden, stechen: Regeln und Tipps für dein Binokel-Spiel
Binokel spielen drei Personen mit 40 Karten. In jeder Farbe gibt es Ass, Zehn, König, Dame und Bube, jede davon doppelt. Jeder Spieler bekommt zwölf, vier Karten liegen verdeckt als Dabb in der Mitte, und gespielt wird gegen den Uhrzeigersinn. In den Stichen bringt ein Ass 11 Augen, eine Zehn 10, ein König 4, eine Dame 3 und ein Bube 2. Für den letzten Stich kommen noch 10 dazu, so sind in jeder Runde 250 Augen zu holen.
- Reizen: Die Vorhand rechts vom Geber steht ohne Wahl bei 150. Die Mittelhand erhöht in Zehnerschritten oder passt, die Vorhand hält dagegen oder steigt aus, und wer übrig bleibt, muss sich anschließend gegen die Hinterhand behaupten. Wer zuletzt geboten hat, wird Spielmacher und muss seinen Reizwert erreichen.
- Dabb und Drücken: Der Dabb wird allen offen gezeigt, dann nimmt ihn der Spielmacher auf und legt vier beliebige Karten verdeckt zurück. Deren Augen zählen am Ende für ihn. Danach bestimmt er die Trumpffarbe, und jeder Knopf zeigt, was seine Meldungen mit dieser Farbe wert wären.
- Spielen oder Abgehen: Ist das Blatt zu schwach, kann der Spielmacher abgehen. Er verliert dann seinen Reizwert, und beide Gegner schreiben je 50 Punkte und ihre Meldungen gut. Sonst beginnt das Spiel.
- Meldungen: Vor dem ersten Stich zeigt jeder seine Kombinationen. Eine Familie, also Ass, Zehn, König, Dame und Bube einer Farbe, bringt 100, in Trumpf 150. Ein Paar aus König und Dame einer Farbe zählt 20, in Trumpf 40. Vier Asse aus allen vier Farben bringen 100, vier Könige 80, vier Damen 60 und vier Buben 40. Der Binokel selbst, Pik-Dame und Karo-Bube, ist 40 wert. Doppelt gehalten wird es teuer: Doppelbinokel 300, acht Gleiche 1000, die doppelte Familie 1000 und in Trumpf 1500. Meldungen zählen nur für einen Spieler, der mindestens einen Stich macht.
- Stechen: Die Vorhand spielt aus. Du musst die ausgespielte Farbe bedienen und dabei höher gehen, wenn du kannst. Fehlt dir die Farbe, musst du trumpfen, ebenfalls möglichst höher, und erst ohne Farbe und Trumpf darfst du eine beliebige Karte abwerfen. Fallen zwei gleiche Karten in einen Stich, gewinnt die zuerst gespielte.
- Abrechnung: Der Spielmacher zählt seine Stiche, die gedrückten Karten, den letzten Stich und seine Meldungen zusammen. Reicht das für den Reizwert, schreibt er alles gut, sonst verliert er das Doppelte seines Reizwerts. Die beiden Gegner schreiben jeder für sich auf, was sie geholt und gemeldet haben.
Wer zuerst 1500 Punkte erreicht, gewinnt die Partie. Kommt der Spielmacher in derselben Runde ans Ziel, hat er Vorrang, und einen Gleichstand entscheidet eine Extrarunde. Auf Einfach reizen die Computergegner sehr zurückhaltend, spielen viele Karten ohne Überlegung und gehen nie ab, auf Schwer spielen sie mögliche Verteilungen der verdeckten Karten durch.
Ein paar Kniffe für deine zwölf Karten:
- Erst die Meldungen zählen: Rechne vor deinem ersten Gebot aus, was deine Hand mit dem besten Trumpf an Meldungen bringt, und denk daran, dass der Dabb noch etwas beisteuern kann.
- Den Dabb im Kopf behalten: Weil er offen gezeigt wird, kennst du auch als Gegenspieler vier Karten des Spielmachers und weißt, wo manche Asse und Zehnen stecken.
- Mit Bedacht drücken: Gedrückte Asse und Zehnen gehören dir sicher. Behalte aber alles, was zu einer Meldung gehört, denn gedrückte Karten melden nicht mit.
- Einen Stich sichern: Als Gegenspieler zählen deine Meldungen nur mit eigenem Stich. Hol dir deshalb früh einen, etwa mit einem Ass in einer Farbe, die noch niemand gestochen hat.
- Rechtzeitig abgehen: Reicht es sichtbar nicht, kostet das Abgehen nur den einfachen Reizwert statt des doppelten, auch wenn die Gegner dafür je 50 Punkte und ihre Meldungen bekommen.
Weiterreizen erlaubt: fünf Spiele für Freunde von Dabb und Meldung
Nach der letzten Abrechnung warten hier weitere Kartenspiele auf dich:
- Skat: Ebenfalls zu dritt, mit Reizen und verdeckten Karten in der Mitte, die der Alleinspieler aufnimmt, nur sind es dort zwei statt vier. Statt Meldungen zählen Spitzen und Spielwerte.
- Doppelkopf: Wieder ist jede Karte doppelt vorhanden, und von zwei gleichen sticht die zuerst gespielte. Am Tisch sitzen allerdings vier Spieler, Re gegen Kontra.
- Schafkopf: Noch ein Kartenspiel aus dem Süden Deutschlands, zu viert mit 32 Karten, und den Partner bestimmt das Ass, das der Spieler ruft.
- Canasta: Melden ist auch hier der Kern, nur legst du Karten gleichen Werts offen aus, bis daraus eine Canasta mit sieben Karten wird.
- Durak: Trumpf und Überstechen ohne Meldungen. Wer eine Angriffskarte nicht in ihrer Farbe überbieten oder übertrumpfen kann, muss alles vom Tisch aufnehmen.
























































