Harfen Solitär kostenlos online spielen

Harfen Solitär, im Englischen Harp genannt, gehört zur großen Familie rund um Klondike, jener Patience, die ihren Namen dem Goldrausch am Yukon Ende des 19. Jahrhunderts verdankt. Die Patience verdoppelt das Material: Zwei vollständige Kartenspiele mit zusammen 104 Karten kommen auf den Tisch, verteilt auf neun Spalten und acht Zielstapel. Wer Klondike im Schlaf beherrscht, merkt trotzdem schnell, dass Harfen Solitär kein bloß vergrößertes Klondike ist.

Ganz einig sind sich die Regelsammlungen bei dieser Patience nicht. Eine sehr nahe Verwandte namens Gargantua erlaubt, ganze Kartenreihen zu verschieben, manche Anbieter lassen dagegen ausschließlich Einzelkarten zu, und auch die Zahl der Durchgänge durch den Stapel schwankt zwischen drei und vier. Diese Fassung geht einen Mittelweg: Einzelne Karten dürfen frei wandern, eine ganze Reihe nur dann, wenn ein König sie anführt und sie in eine leere Spalte zieht. Und der Name? Mit etwas Fantasie erinnern die neun unterschiedlich langen Spalten an die Saiten einer Harfe.

Neun Spalten, acht Zielstapel, ein König als Türöffner: so spielst du Harfen Solitär

Beim Austeilen erhält die erste Spalte eine Karte, die zweite zwei und so weiter, bis die neunte Spalte neun Karten trägt. Offen liegt jeweils nur die oberste Karte, alle darunter sind verdeckt. Die restlichen 59 Karten bilden den Nachziehstapel, und gleich zu Beginn wird die erste davon aufgedeckt. Ziel ist, alle 104 Karten auf die acht Zielstapel zu bringen, zwei für jede Farbe.

  • Zielstapel: Jeder Stapel beginnt mit einem Ass und wächst in seiner Farbe bis zum König. Die oberste Karte eines Zielstapels darfst du wieder ins Tableau holen.
  • Einzelne Karten: Auf eine offene Karte legst du die nächstniedrigere mit wechselnder Farbe, etwa eine rote Sechs auf eine schwarze Sieben. Das gilt für die oberste Karte jeder Spalte ebenso wie für die aufgedeckte Karte neben dem Nachziehstapel.
  • Reihen: Mehrere Karten auf einmal bewegst du nur, wenn die Reihe mit einem König beginnt, und nur in eine leere Spalte. Auf eine besetzte Spalte wandert immer genau eine Karte.
  • Leere Spalten: In eine Lücke passt ausschließlich ein König, allein oder zusammen mit der Reihe, die auf ihm liegt.
  • Verdeckte Karten: Sobald die oberste Karte einer Spalte frei wird, dreht sie sich von selbst um.
  • Nachziehstapel: Jeder Klick deckt genau eine Karte auf. Auf Normal und Schwer spielst du den Stapel dreimal durch, auf Einfach so oft du magst.

Auf Einfach gehen die Partien spürbar leichter auf, auf Schwer erwarten dich die kniffligsten Verteilungen. Ein Zähler in der oberen Leiste verrät, wie viele Durchgänge dir noch bleiben, und Rückgängig wie Hinweis stehen jederzeit bereit.

Worauf es bei Harfen Solitär wirklich ankommt:

  • Könige sind der Schlüssel: Nur ein König darf in eine Lücke, und nur mit einem König an der Spitze bewegst du mehrere Karten zugleich. Ein König mitten in einer Spalte hat immer noch verdeckte Karten unter sich. Setzt du ihn in eine freie Spalte um, kommt sofort eine neue Karte zum Vorschein.
  • Eine Spalte nur für einen König räumen: Eine leere Spalte nützt nur, solange ein König bereitsteht, der sie besetzen kann. Ohne König bleibt sie ungenutzt liegen.
  • Mit den doppelten Karten umbauen: Zwei Kartenspiele bedeuten mehr Auswahl. Eine schwarze Sechs passt auf jede der vier roten Siebenen im Spiel. Eine lange Reihe baust du deshalb Karte für Karte auf eine andere passende Unterlage um, bis die verdeckte Karte darunter frei ist.
  • Den Stapel beim ersten Durchgang lesen: Weil jede Karte einzeln aufgedeckt wird, siehst du in jedem Durchgang den kompletten Stapel. Merk dir beim ersten Mal, wo Asse und Könige stecken, bevor du einen der knappen weiteren Durchgänge anbrichst.
  • Den Zielstapel als Leihgabe sehen: Fehlt dir eine passende Unterlage für eine Karte, hol die Karte vom Zielstapel zurück ins Tableau. Sie wandert später wieder nach oben.

Von Klondike bis Spider: fünf Patiencen mit ähnlichem Bauplan

Harfen Solitär verbindet Bausteine, die auf dieser Seite in anderen Patiencen ihren eigenen Auftritt haben:

  • Solitär: Das Original mit einem einzigen Kartenspiel und sieben Spalten. Geordnete Reihen darfst du hier frei zwischen den Spalten verschieben, und der Stapel gibt je nach Einstellung eine oder drei Karten frei.
  • Solitär Double: Der engste Verwandte auf dieser Seite, ebenfalls mit zwei Kartenspielen, neun Spalten und acht Zielstapeln. Der Unterschied liegt in der Beweglichkeit, denn in Solitär Double wandern ganze Reihen auch auf besetzte Spalten.
  • Forty Thieves Solitär: Teilt mit Harfen Solitär die Züge mit Einzelkarten und die acht Zielstapel. Die Karten liegen dort allerdings von Beginn an offen in zehn Spalten, gebaut wird nur innerhalb einer Farbe, und der Stapel läuft ein einziges Mal durch.
  • Canfield Solitär: Ebenfalls ein Abkömmling von Klondike mit Farbwechsel im Tableau, aber mit nur einem Kartenspiel, vier Spalten und einer Reserve aus 13 Karten, die du nach und nach abträgst.
  • Spider Solitär: Auch hier liegen 104 Karten bereit. Statt sie auf Zielstapel zu verteilen, baust du in zehn Spalten komplette Reihen vom König bis zum Ass in einer Farbe, die anschließend vom Tisch verschwinden.