Scopa kostenlos online spielen
Scopa heißt auf Italienisch Besen, und genau darum geht es: Mit einer einzigen Handkarte den ganzen Tisch leerzufegen, bringt einen Punkt. Reihum spielt jeder eine Karte aus und sammelt damit Tischkarten gleichen Werts oder eine Gruppe, deren Summe passt. Am Ende einer Runde wird ausgezählt, wer die meisten Karten, die meisten Münzen, die wertvollste Sieben und die beste Primiera erbeutet hat. Neben Briscola und Tressette zählt Scopa zu den drei großen Kartenspielen Italiens. Hier bildest du ein Team mit dem Computerspieler gegenüber und trittst gegen die beiden anderen an.
Im 18. Jahrhundert war das Spiel bereits in ganz Italien verbreitet, besonders beliebt war es in Neapel. Ältere Zeugnisse fehlen, vermutlich stammt es von zwei spanischen Spielen ab, Primero und Scarabucion. Der Name der Wertung Primiera erinnert noch an das erste der beiden. Mit italienischen Auswanderern kam Scopa nach Argentinien und Brasilien, wo man es meist als Scopa a Quindici spielt, und auch in Libyen, Somalia und Tunesien wird es gespielt.
Das italienische Blatt hat 40 Karten in den Farben Coppe, Denari, Spade und Bastoni, also Kelche, Münzen, Schwerter und Stäbe. Die Münz-Sieben heißt Settebello und ist die begehrteste Karte, weil sie in allen vier Wertungen am Rundenende mitzählt. Wer eine Scopa macht, legt traditionell eine Karte offen und quer in seinen Stapel, damit sie beim Zählen nicht vergessen wird. Und die vierhändige Spielart Scopone hat es sogar in die Fußballgeschichte geschafft: Auf dem Rückflug nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1982 spielte Staatspräsident Sandro Pertini eine Partie mit Trainer Enzo Bearzot, Torwart Dino Zoff und Franco Causio, der WM-Pokal stand mitten auf dem Tisch.
Stechen, zählen, abräumen: die Spielregeln von Scopa
Gespielt wird hier mit französischen Karten, aus denen Acht, Neun und Zehn entfernt sind, sodass 40 Karten bleiben. Karo übernimmt die Rolle der Münzen, der Settebello ist also die Karo-Sieben. Beim Stechen gilt das Ass 1, die Zwei bis Sieben ihren Augenwert, der Bube 8, die Dame 9 und der König 10.
- Austeilen: Jeder bekommt drei Karten, vier liegen offen in der Mitte. Haben alle ihre Hand ausgespielt, gibt es drei neue, insgesamt dreimal pro Runde, neue Tischkarten aber nur zu Beginn. Liegen dabei drei oder vier Könige offen, wird neu gegeben. Gespielt wird wie in Italien gegen den Uhrzeigersinn. Die erste Runde eröffnest du, jede weitere der jeweils nächste Spieler.
- Gleicher Wert: Liegt eine Karte deines Werts auf dem Tisch, musst du genau diese eine nehmen. Liegen mehrere, suchst du dir eine davon aus, alle zusammen darfst du nie nehmen.
- Summe: Nur wenn kein gleicher Wert daliegt, darfst du mehrere Tischkarten einsammeln, deren Werte zusammen deine Karte ergeben. Ein König nimmt also etwa eine Drei und eine Sieben.
- Abwerfen: Passt gar nichts, bleibt deine Karte offen auf dem Tisch liegen.
- Auswählen: Gibt es mehrere Möglichkeiten, wartet deine Karte unten links, die in Frage kommenden Tischkarten sind umrandet, und du tippst die gewünschten an. Sobald deine Auswahl eine erlaubte Gruppe ergibt, wird eingesammelt.
- Scopa: Räumst du den Tisch komplett ab, bekommt dein Team sofort einen Punkt. Nur der allerletzte Zug einer Runde zählt nicht als Scopa.
- Rundenende: Die Karten, die nach dem letzten Zug noch liegen, gehören dem Team, das zuletzt gestochen hat. Dann gibt es je einen Punkt für die meisten Karten, die meisten Karo und den Settebello. Bei Gleichstand bekommt keiner den Punkt.
- Primiera: Jedes Team zählt in jeder Farbe nur seine beste Karte, die Sieben mit 21, die Sechs mit 18, das Ass mit 16, dann abwärts die Fünf mit 15 bis zur Zwei mit 12, Bildkarten mit 10. Die höhere Summe bringt einen weiteren Punkt.
- Sieg: Gewonnen hat das Team, das nach einer Runde 11 Punkte oder mehr hat. Kommen beide darüber, entscheidet der höhere Stand, bei Gleichstand wird weitergespielt.
Die Teams tragen je ein Kartensymbol als Namen, die Anzeige an den Seiten zeigt ihren Punktestand. Die Schwierigkeitsstufe gilt nur für die beiden Gegner, dein Partner spielt immer gleich. Auf Einfach entscheiden sie weitgehend zufällig, auf Schwer achten sie zusätzlich darauf, euch keinen Tisch zum Abräumen zu überlassen.
Tipps für mehr Punkte am Rundenende:
- Den Settebello hüten: Die Karo-Sieben bringt einen Punkt für sich, zählt bei Karten und Karo mit und ist die stärkste Karte der Primiera. Leg sie nie freiwillig auf den Tisch.
- Sieben und Sechsen sammeln: Für die Primiera zählt in jeder Farbe nur die beste Karte. Eine Sieben in jeder Farbe ist kaum zu schlagen, Bildkarten helfen dort fast nichts.
- Mehr als zehn liegen lassen: Keine Karte ist mehr wert als 10. Ergeben die Tischkarten nach deinem Zug zusammen mehr als zehn, kann sie niemand mit einem Zug abräumen. Eine einzelne Karte dagegen nimmt jeder mit, der ihren Wert hält.
- An den rechten Nachbarn denken: Nach dir ist der Gegner zu deiner Rechten am Zug. Was du liegen lässt, schaut er sich als Erster an.
- Mitzählen: Von jedem Wert gibt es genau vier Karten. Sind drei Damen schon gefallen und liegt die vierte auf dem Tisch, kann sie keiner mehr mit einer Dame holen, nur noch über eine Summe.
- Den letzten Stich planen: In der dritten Austeilung lohnt es sich, als Letzter zu stechen. Dann gehört deinem Team alles, was noch auf dem Tisch liegt, und das kann bei den Karten und den Karo den Ausschlag geben.
Rechnen, sammeln, zusammenhalten: fünf weitere Spiele
Wer gern Werte zusammenzählt, im Team spielt oder am Rundenende seine Beute auszählt, findet hier seine nächste Partie:
- Solitär Pyramide: Auch dort werden Bildkarten zu Zahlen, nur mit anderen Werten, der Bube zählt 11, die Dame 12 und der König 13. Abgeräumt wird paarweise, jedes Paar mit der Summe 13 fliegt vom Feld, bis die Pyramide abgetragen ist.
- Calculation Solitär: Kopfrechnen ohne Gegner. Vier Stapel wachsen hier in festen Abständen, der erste um eins, der letzte um vier, bis jeder mit einem König endet.
- Spades: Wieder sitzt dein Partner dir gegenüber, und wieder zählt nur, was ihr zu zweit holt. Statt Tischkarten einzusammeln, gewinnt ihr Stiche, und Pik ist dabei stets Trumpf.
- Hearts: Auch hier wird nach jeder Runde ausgezählt, was jeder eingesammelt hat, nur willst du davon möglichst wenig. Jedes Herz kostet einen Punkt, die Pik-Dame gleich dreizehn.
- Durak: Was Scopa für Italien ist, ist Durak für Russland, das Kartenspiel, das dort fast jeder kennt. Auch sein Blatt ist gekürzt, auf 36 Karten ab der Sechs, und am Ende gibt es keinen Sieger, sondern einen Verlierer.
























































