Rummikub kostenlos online spielen
Erfunden hat Rummikub Ephraim Hertzano (1912 bis 1987), ein in Rumänien geborener Jude, der nach dem Zweiten Weltkrieg nach Israel auswanderte und dort Zahnbürsten, Kunststoffwaren und Kosmetik verkaufte. Nach der Erzählung seiner Familie kam ihm die Idee noch in Rumänien, wo Kartenspiele verboten gewesen sein sollen und Steine einen Ausweg boten. In den 1950er-Jahren fertigte die Familie die ersten Sätze in Israel von Hand und verkaufte sie anfangs von Tür zu Tür. Der Name soll Rummy, das englische Wort für Rommé, mit „cube“ verbinden.
In Deutschland erschien Rummikub 1980 und wurde noch im selben Jahr Spiel des Jahres, als zweiter Preisträger überhaupt nach „Hase und Igel“. Seit 1991 gibt es sogar eine Weltmeisterschaft, die erste fand in Jerusalem statt, 2015 kamen die besten Spieler in Berlin zusammen. Unser Rummikub-Spiel folgt den heute üblichen Regeln mit 106 Steinen: Du spielst Rummikub online gegen bis zu drei Computergegner und kannst Rummikub kostenlos spielen, ganz ohne Konto und ohne Installation.
Ablegen, umbauen, Joker retten: Regeln und Kniffe für Rummikub
Gespielt wird Rummikub mit 106 Steinen: den Zahlen 1 bis 13 in Schwarz, Rot, Blau und Orange, jede davon doppelt, dazu zwei Joker. Jeder bekommt 14 Steine auf seine Bank, alle übrigen bilden den verdeckten Pool, dessen Größe oben in der Leiste steht. Gewonnen hat, wer seine Bank als Erster leer spielt.
- Reihe: mindestens drei Steine einer Farbe mit lückenlos steigenden Zahlen, etwa die blaue 4, 5 und 6. Die 1 steht immer am Anfang und die 13 am Ende, eine Folge wie 12, 13, 1 ist also keine Reihe.
- Gruppe: drei oder vier Steine mit derselben Zahl, jeder in einer anderen Farbe. Zwei gleichfarbige Steine haben in einer Gruppe nie gemeinsam Platz.
- Joker: Er vertritt jeden beliebigen Stein. In einer Reihe ergibt sich seine Zahl aus seinem Platz, in einer Gruppe übernimmt er eine fehlende Farbe. Auch beide Joker dürfen in derselben Kombination liegen.
- Das erste Auslegen: Dein erster Beitrag zum Tisch muss mindestens 30 Punkte wert sein, gezählt nach den Zahlen auf den Steinen, ein Joker mit dem Wert, den er vertritt. Dafür zählen nur neue Kombinationen aus deinen eigenen Steinen; was schon auf dem Tisch liegt, bleibt in diesem Zug unangetastet. Der Knopf „Fertig“ rechnet mit und zeigt zum Beispiel „24 / 30“.
- Jeder weitere Zug: Ab dann legst du in jedem Zug mindestens einen Stein von deiner Bank und darfst dafür den ganzen Tisch umbauen: anlegen, Reihen teilen, zwei Kombinationen verbinden oder den vierten Stein aus einer Gruppe herauslösen. Kein Stein wandert vom Tisch zurück auf die Bank, und wenn du fertig bist, muss jede Kombination gültig sein. Ein ungültiger Block trägt einen roten Rahmen, „Fertig“ nennt den Grund, und „Zurück“ stellt den Tisch so wieder her, wie er zu Beginn deines Zugs lag.
- Joker zurückholen: Einen Joker auf dem Tisch darfst du durch einen Stein ersetzen, der seine Kombination gültig hält. Den befreiten Joker musst du noch im selben Zug wieder in eine Kombination einbauen.
- Ziehen: Kannst oder willst du nichts legen, holst du dir mit „Ziehen“ einen Stein aus dem Pool, und dein Zug ist vorbei. Den neuen Stein spielst du frühestens beim nächsten Mal aus.
- Das Ende: Wer den letzten Stein ablegt, gewinnt mit dem Ruf „Rummikub!“. Alle anderen bekommen so viele Minuspunkte, wie ihre übrigen Steine zählen, ein Joker 30, und der Sieger erhält die Summe. Ist der Pool leer, wird statt zu ziehen gepasst; passen alle nacheinander, gewinnt der kleinste Rest auf der Bank und bei gleichem Rest der mit weniger Steinen.
Einen Stein bewegst du mit Maus oder Finger, oder du tippst ihn an und danach das Feld, auf das er soll. Lässt du ihn auf einer Kombination los, rückt der Tisch von selbst zur Seite und macht ihm Platz. Ob du gegen einen, zwei oder drei Computer spielst, stellst du oben in der Leiste ein; die erste Partie eröffnest du, danach wandert der Beginn reihum. So wirst du deine Steine bei Rummikub schneller los:
- Die Bank sortieren: „777“ ordnet deine Steine nach Zahlen, damit mögliche Gruppen nebeneinanderstehen, „789“ nach Farben für die Reihen. Wer zwischen beiden wechselt, entdeckt Kombinationen, die vorher im Durcheinander versteckt waren.
- Den Tisch mitzählen: Jeden Stein gibt es genau zweimal. Liegen beide roten Achten schon auf dem Tisch, kommt aus dem Pool keine mehr, und die Lücke zwischen deiner roten 7 und 9 schließt du nur noch durch einen Umbau.
- Hohe Zahlen zuerst: Was am Schluss auf deiner Bank liegt, zählt gegen dich, eine 13 weit mehr als eine 2. Hast du die Wahl zwischen zwei Zügen, bring die höheren Steine unter.
- Den Joker nicht horten: Er rettet ein knappes erstes Auslegen oder schließt eine Reihe, kostet aber 30 Punkte, wenn er am Ende noch bei dir liegt. Heb ihn dir für einen wichtigen Zug auf, nicht bis zum letzten.
- Ersatzteile erkennen: Eine Gruppe aus vier Steinen kann einen abgeben und bleibt gültig, eine Reihe aus sechs Steinen lässt sich in zwei Dreierreihen teilen. Genau solche Kombinationen liefern dir die Steine für deine Umbauten.
- Gefahrlos ausprobieren: Bis du „Fertig“ drückst, ist nichts entschieden. Schiebe einen kühnen Umbau ruhig einmal durch, und wenn er nicht aufgeht, holt „Zurück“ den alten Tisch zurück.
- Die Glühbirne fragen: Fehlt dir der Überblick, lässt ein Druck auf die Glühbirne oben die Steine des nächsten einfachen Zugs aufleuchten, etwa eine neue Kombination von deiner Bank oder einen Stein, der an eine Reihe auf dem Tisch passt. Große Umbauten findest du aber nur selbst.
Bank leer, Lust auf mehr? Fünf Spiele für Sammler und Kombinierer
Wer an Rummikub das Sammeln, Ordnen und rechtzeitige Auslegen mag, wird auch hier fündig:
- Rommé: Dasselbe Prinzip mit Karten statt Steinen. Auf der Hand liegen 13 Karten, das erste Auslegen verlangt 40 Punkte, und nach dem Ziehen wandert meist eine Karte auf den Ablagestapel.
- Gin Rummy: Das Duell unter den Rommé-Spielen, mit nur zehn Karten. Du sammelst Sätze und Folgen auf der Hand und darfst klopfen, sobald deine übrigen Karten höchstens zehn Punkte zählen.
- Canasta: Zwei Teams, zwei Kartenspiele samt Jokern, und das große Ziel ist eine Meldung aus sieben Karten. Bis zu welcher Punktzahl die Partie geht, legst du vorher selbst fest.
- Uno: Vier Farben und Zahlen wie auf den Rummikub-Steinen, nur geht es hier Karte für Karte. Du bedienst Farbe oder Zahl, und wer zuerst nichts mehr in der Hand hält, gewinnt.
- Mahjong Classic: Steine einmal anders. Aus einem Aufbau in mehreren Schichten suchst du zwei gleiche, frei liegende Steine und nimmst sie als Paar vom Brett, so lange, bis der Aufbau abgetragen ist.
























































