Herz zu Herz kostenlos online spielen

Herz zu Herz ist eine verspielte Abwandlung von Pyramiden Solitär mit zwei Besonderheiten, die sofort ins Auge fallen. Die Karten liegen nicht als Pyramide, sondern in Form eines Herzens auf dem Tisch. Und das Kartenspiel besteht ausschließlich aus Herzkarten: Jeder Wert vom Ass bis zum König ist viermal vorhanden, zusammen wieder 52 Karten. Weil die Farbe damit überall gleich ist, zählt beim Abräumen allein der Wert.

Im Englischen heißt das Spiel Heart to Heart. Eine Herkunft aus alten Spielbüchern ist nicht belegt, bekannt ist es vor allem aus Online-Sammlungen, die es als Variante der Pyramide führen. Die Verwandtschaft ist deutlich, die Unterschiede sind es aber auch. In der Pyramide ergeben zwei Karten zusammen 13 und ein König verschwindet allein, hier gehören stets zwei Karten mit demselben Wert zusammen, auch zwei Könige. Und während man eine Pyramide von unten nach oben abträgt, wird das Herz von oben zur Spitze hin geleert.

Paare im Herz: Regeln und Kniffe für Herz zu Herz

25 Karten bilden das Herz, verteilt auf sieben Reihen. Die oberste Reihe hat in der Mitte eine Kerbe zwischen den beiden Rundungen, darunter wird jede Reihe um eine Karte schmaler, bis ganz unten eine einzige Karte die Spitze bildet. Die übrigen 27 Karten liegen als Stapel links unten, daneben der Ablagestapel, und rechts unten sammeln sich die abgeräumten Paare. Gewonnen ist die Partie, sobald im Herz keine Karte mehr liegt, was dann noch im Stapel steckt, spielt keine Rolle.

  • Freie Karten: Die vier Karten der obersten Reihe sind von Anfang an frei. Jede weitere Karte wird frei, sobald die Karten der Reihe darüber, die sie überlappen, verschwunden sind.
  • Paare bilden: Zwei freie Karten desselben Werts verschwinden gemeinsam, zwei Siebenen zum Beispiel oder zwei Damen. Eine Karte allein lässt sich nie abräumen.
  • Der Ablagestapel: Seine oberste Karte zählt als frei und kann ein Paar mit einer freien Herzkarte bilden. Zwei Karten nur vom Ablagestapel gehen dagegen nicht.
  • Nachschub ohne Ende: Jeder Klick auf den verdeckten Vorrat bringt eine neue Karte zum Vorschein. Ist er leer, holt der nächste Klick alle Karten zurück, und das so oft du willst, auf jeder Stufe.
  • Bedienung: Tipp eine freie Karte an, sie bekommt einen goldenen Rahmen, dann tippst du ihren Partner an. Passt der Wert nicht, wackelt die zweite Karte kurz. Du kannst eine Karte auch direkt auf ihren Partner ziehen. Oben in der Leiste stehen die abgeräumten Paare, die Karten im Stapel und wie oft du ihn schon neu begonnen hast.

Die drei Stufen teilen sich ein Regelwerk und unterscheiden sich darin, wie gutmütig die Werte im Herz verteilt sind.

Worauf du achten solltest:

  • Herzkarten zuerst miteinander paaren: Eine Karte vom Ablagestapel kommt mit dem nächsten Durchgang ohnehin wieder vorbei. Eine Karte im Herz dagegen versperrt anderen den Weg. Können zwei Herzkarten ein Paar bilden, ist das meist der bessere Zug.
  • Übereinanderliegende Doppel im Blick behalten: Liegen zwei Karten desselben Werts so, dass die eine die andere verdeckt, können sie nie ein Paar miteinander bilden. Jede von ihnen braucht dann einen anderen Partner, und den solltest du nicht vorschnell anderweitig verbrauchen.
  • Mitzählen lohnt sich: Jeder Wert kommt nur viermal vor. Bevor du eine Herzkarte mit dem Ablagestapel paarst, schau nach, ob die restlichen Exemplare dieses Werts im Herz danach noch zueinanderfinden.
  • Die Kerbe nutzen: Direkt unter der Lücke in der obersten Reihe liegen zwei Karten, die jeweils nur eine einzige Karte über sich haben. Über die Mitte gelangst du deshalb schnell in die Tiefe.
  • Keine Eile beim Stapel: Weil du den Stapel beliebig oft durchgehen kannst, geht dort nichts verloren. Klick ruhig weiter, bis der passende Partner auftaucht.

Von der Pyramide bis zum Stichspiel: fünf Spiele mit Herz und Verstand

Ob Paare, freie Karten oder einfach die Herzfarbe, jedes dieser Spiele knüpft an einer anderen Stelle an:

  • Pyramiden Solitär: Das Vorbild. Auch dort wird ein Aufbau aus 28 offenen Karten paarweise abgetragen, allerdings müssen die zwei Karten zusammen 13 ergeben, und ein König geht als einzige Karte allein.
  • Mahjong Classic: Dasselbe Prinzip mit Steinen statt Karten. Ein Stein ist nur dann nutzbar, wenn nichts auf ihm liegt und eine Seite frei ist, und immer zwei gleiche verlassen gemeinsam das Feld.
  • Tri Peaks Solitär: Statt eines Herzens erheben sich dort drei Bergspitzen, deren Karten ebenfalls nach und nach frei werden. Paare gibt es keine, abgelegt wird jeweils eine Karte, deren Wert um eins höher oder niedriger ist als die oberste des Ablagestapels.
  • Memory: Wieder geht es um Paare, nur sind die Karten verdeckt, und du musst dir merken, wo welche Karte lag. Ein Paar besteht aus zwei vollkommen gleichen Karten.
  • Hearts: Hier sind Herzkarten keine Freunde, sondern Strafpunkte. In dem Stichspiel für vier versucht jeder, möglichst wenige Herzen und vor allem nicht die Pik-Dame zu bekommen.