Spielregeln

 

Solitär ist eines der beliebtesten Kartenspiele weltweit, die vorinstallierten Solitär Spiele auf bereits frühen Windows Versionen haben ihr übriges zur Popularität beigetragen. Abhänging von den aufgedeckten Karten, kann der Spielverlauf recht kompliziert oder ziemlich einfach sein. Es kann aber auch passieren, dass es nicht möglich ist, das Spiel zu Ende zu spielen, da sich keine Möglichkeit mehr für den nächsten Zug ergibt.

 

Ausgangspunkt: Das richtige Setup der Karten

Solitär

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Zu Beginn des Spiels werden sieben Längsreihen gebildet. Bei diesen Reihen ist jeweils nur die oberste Karte umgedreht bzw. zu sehen (vgl. Abbildung „Solitaire“). Mit den übrigen 24 Karten bildet man einen verdeckten Stapel, von dem man einzelne Karten aufdeckt, wenn keine Spielzüge in den Längsreihen mehr möglich sind. Desweiteren findet man oberhalb der sieben Längsreihen vier leere Stapel auf denen die Karten in korrekter Reihenfolge gestapelt werden sollen.

 

Wann ist Solitär gewonnen?

Ziel des Spiels ist es, auf den vier leeren Stapeln die Karten jeweils nach Farbe (Herz, Pik, Raute und Kreuz) korrekt anzuordnen. Dabei beginnt jeder Stapel mit einem Ass und wird mit dem König vervollständigt. Die richtige Reihenfolge sieht also wie folgt aus: Ass-2-3-4-5-6-7-8-9-10-Bube-Dame-König. Sind alle vier Stapel vollständig, ist das Spiel gewonnen. Wenn man keine Karten mehr anlegen kann, ist das Spiel beendet, jedoch nicht gewonnen.

Bei dem verwandten Spiel Spider Solitaire existieren die genannten vier Stapel nicht. Hierbei muss man die Karten bereits in den Längsreihen in die richtige Reihenfolge bringen. Ist eine Reihe vollständig, sind die Karten, mit denen die Reihe gebildet wurde, vom Spielfeld zu nehmen und als abgeschlossener Stapel neben das Spiel zu legen.

 

Erlaubte Spielzüge

Beim klassischen Solitär darf man eine Karte – entweder vom verdeckten Stapel oder eine aufgedeckte Karte einer anderen Längsreihe – auf eine aufgedeckte Spielkarte einer Längsreihe legen. Dabei ist zu beachten, dass diese Karte eine andere Farbe und eine niedrigere Zahl als die oben liegende Karte hat. Ebenfalls ist es erlaubt, ganze Reihen von einer Längsreihe zu einer anderen zu bewegen, vorausgesetzt die Reihenfolge stimmt.

Beispiel 1: oben liegt eine schwarze Pik 5 Karte, so darf man auf diese eine rote Herz oder Raute 4 legen. Danach folgt wieder eine schwarze Pik oder Kreuz 3 usw.

Beispiel 2: oben liegt eine schwarze Pik 5 Karte, so ist es erlaubt, auf diese folgende Reihe zu legen: Rot 4 – Schwarz 3 – Rot 2 – Schwarz Ass

Wenn man Karten von einer Längsreihe auf eine andere legt, wird die Reihe, von der man die Karte/n genommen hat, frei. Das heißt, dass diese Reihe ausschließlich aus verdeckten Karten besteht. In diesem Fall ist die oberste Karte umzudrehen.

In dem Fall, dass eine Längreihe leer ist, darf man einen König oder eine Reihe beginnend mit einem König auf die leere Reihe legen. Um das Spiel zu gewinnen, müssen die vier Stapel nach Farbe und in der richtigen Reihenfolge gebildet werden. Dabei beginnt jeder Stapel mit einem der vier Ass-Karten und endet mit dem dazugehörigen König.

Beispiel: Herz Ass – Herz 2 – Herz 3 – Herz 4 – Herz 5 – Herz 6 – Herz 7 – Herz 8 – Herz 9 – Herz 10 – Herz Bube – Herz Dame – Herz König

 

Wie wird Stapel verdeckter Karten genutzt?

Ist es unter den Längsreihen nicht mehr möglich, Karten zu bewegen, bedient man sich dem Stapel verdeckter Karten. Hierbei gibt es zwei Varianten des Spiels:

1.)  eine Karte wird aufgedeckt

 2.) drei Karten werden aufgedeckt

Bei der ersten Variante wird nur eine, die oberste Karte des Stapels, aufgedeckt. Findet man für diese keine Verwendung, legt man diese wieder ganz nach unten in den Stapel und deckt die nächste Karte von oben auf.

Bei der zweiten Variante, der Standard Variante, liegen drei Karten aufgedeckt neben dem Stapel übereinander. Die oberste bzw. die dritte Karten darf bewegt werden, wohingegen man die anderen beiden Karten nicht verschieben darf. Konnte man die oberste Karte verwenden, ist es möglich die nächste aufgedeckte Karte zu nutzen und danach die übernächste Karte. Kann man die oberste Karte jedoch nicht nutzen, darf man drei zusätzliche Karten aufdecken.

Hat man alle Karten aufgedeckt, kann man einfach wieder von vorne beginnen. Wichtig hierbei ist jedoch, die Karten nicht neu zu mischen.

 

Spielvarianten

Spider Solitaire unterscheidet sich vom klassischen Solitär darin, dass es keine vier Stapel gibt, auf denen man die Karten nach Farbe und der richtigen Reihenfolge ordnet. Man muss also die Karten bereits in den Reihen richtig ordnen. Sind diese in korrekter Reihenfolge geordnet, kann man die Reihe, die den Stapel bildet, vom Spielfeld nehmen.

Spider Solitaire

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Bei Freecell hingegen existieren die vier Stapel zum Ordnen der Spielkartenfarben. Anders als beim klassischen Solitär sind die vier extra Felder, auf denen man Karten vorübergehend ablegen kann. Auch sind alle Karten von Beginn an aufgedeckt und es gibt keinen Stapel an verdeckten Karten.

Freecell

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